Dienstag, 3. Mai 2011

EGILIA informiert: Arbeitsmarkt im April 2011

Weniger Arbeitslose, mehr offene Stellen - die Konjunktur beflügelt den deutschen Jobmarkt. Im April waren gut 320.000 Menschen weniger arbeitslos als noch im Vorjahr.

Im April waren 3,078 Millionen Menschen offiziell arbeitslos gemeldet - 132.000 weniger als noch im Vormonat, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit. Das geht aus der nachfolgenden Presseinformation des Bildungsverbands hervor. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum waren 321.000 Menschen weniger arbeitslos. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Punkte auf 7,3 Prozent.

"Mit dem konjunkturellen Aufschwung hat sich auch die stabile, positive Arbeitsmarktentwicklung fortgesetzt", erklärte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Auch die Arbeitskräftenachfrage sei wieder gestiegen.

Nicht gestiegen indes ist die Zahl der Zugänge zu Qualifizierungsmaßnahmen der BA. Die Zahlen stagnieren seit Jahresbeginn auf niedrigem Niveau, wie die folgenden Grafiken der Zugangs- und Bestandszahlen zeigen:

 

Grafik: BBB

Grafik: BBB

Experten, wie z.B. Joachim Möller, Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit, warnen vor dieser Entwicklung. Möller: "Die Stunde der Arbeitsmarktpolitik schlägt doch nicht dann, wenn es gerade keine Jobs gibt, sondern genau jetzt, wenn hoffentlich viele Jobs geschaffen werden, die besetzt werden müssen."

Dennoch prognostiziert die Bundesagentur für Arbeit, dass die Zahl der offiziell arbeitslos Gemeldeten in den nächsten Monaten unter 3 Millionen sinken wird.

Zum Thema "Bewerbungen" ergab eine Umfrage des Branchenverbands BITKOM, dass immer mehr Unternehmen Bewerbungen über das Internet bevorzugen, wie die nachfolgende Presseinformation erläutert:

39 Prozent der Unternehmen in Deutschland verlangen Bewerbungen per Internet. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM unter 1.500 Firmen aller Branchen ergeben. Im Vorjahr favorisierten erst 27 Prozent der der befragten Personalchefs und Geschäftsführer elektronische Bewerbungen von potenziellen Mitarbeitern. Laut Umfrage fordern 28 Prozent der Unternehmen Unterlagen per E-Mail und weitere 11 Prozent setzen auf ihren Webseiten Online-Formulare ein, die von den Job-Kandidaten ausgefüllt werden. „Bewerbungen per Internet setzen sich in der Wirtschaft immer mehr durch“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. Allerdings hat die traditionelle Bewerbungsmappe noch nicht ausgedient: Mit 43 Prozent der befragten Personalchefs bevorzugt immer noch eine kleine Mehrheit eine Bewerbung auf Papier. Allerdings sinkt deren Bedeutung rapide. Bei der BITKOM-Befragung im Vorjahr favorisierten noch 61 Prozent der Firmen den traditionellen Bewerbungsweg. 17 Prozent der Personalchefs haben keine Präferenz.

Für Bewerber heißt das: Persönliche Unterlagen wie Zeugnisse, Arbeitsproben oder Fotos sollten sowohl auf Papier als auch in elektronischer Form vorliegen. „Gerade bei großen Unternehmen laufen die Bewerbungsprozesse in der Regel digital“, sagte Scheer. Unter den befragten Großunternehmen mit einem Umsatz von mehr als 50 Millionen Euro verlangen 61 Prozent eine elektronische Bewerbung. Bei kleinen Unternehmen bis 1 Millionen Euro Umsatz, die den Großteil der Betriebe ausmachen, sind es dagegen erst 37 Prozent. Eine starke Präferenz für Online-Bewerbungen hat das verarbeitende Gewerbe mit einem Anteil von 47 Prozent der befragten Firmen und die ITK-Branche mit 46 Prozent. Eher zurückhaltend sind der Handel mit 35 Prozent und die Bauwirtschaft mit 30 Prozent.  

 

 

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