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Donnerstag, 27. Februar 2014

EGILIA informiert: Arbeitsmarkt im Februar 2014



„Der Arbeitsmarkt hat sich im Februar günstig entwickelt. Die Arbeitslosigkeit ist saisonbereinigt erneut gesunken, und auch die Perspektiven für Arbeitslose verbessern sich allmählich wieder.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz. Dies geht aus der nachfolgenden Presseinformation der Bundesagentur für Arbeit hervor.

  • Arbeitslosenzahl im Februar: +2.000 auf 3.138.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -18.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: unverändert bei 7,3 Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit hat von Januar auf Februar um 2.000 auf 3.138.000 zugenommen. Der Anstieg fällt aber schwächer aus als in den letzten Jahren. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 14.000 zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahr waren 18.000 Menschen weniger arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, hat sich saisonbereinigt um 6.000 verringert. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im Februar 2014 auf 4.063.000 Personen. Das waren 44.000 weniger als vor einem Jahr.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im Januar 2,36 Millionen und die Erwerbslosenquote lag bei 5,5 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im Februar 1.105.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Februar 2013 ergibt sich ein Rückgang von 28.000. Insgesamt 1.069.000 Personen erhielten im Februar 2014 Arbeitslosengeld; 26.000 weniger als vor einem Jahr.

Entwicklung in der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Februar bei 4.415.000. Gegenüber Februar 2013 war dies ein Rückgang von 41.000 Personen. 8,3 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter sind hilfebedürftig. In der Grundsicherung für Arbeitsuchende waren 2.033.000 Menschen arbeitslos gemeldet, fast 10.000 mehr als vor einem Jahr. Ein Großteil der Arbeitslosengeld II-Bezieher ist nicht arbeitslos gemeldet. Das liegt daran, dass diese Personen erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter gewachsen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) gegenüber dem Vormonat – wie im Januar jahreszeitlich üblich – zurückgegangen, und zwar um 384.000 auf 41,68 Millionen. Der Rückgang fällt aber schwächer aus als im letzten Jahr. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach der Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit von November auf Dezember um 263.000 auf 29,61 Millionen Personen abgenommen. Ein Rückgang ist in diesem Monat üblich. Gegenüber dem Vorjahr liegt die Beschäftigung um 463.000 im Plus (+2 Prozent). Die Beurteilung der aktuellen Entwicklung bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ist allerdings aufgrund gesetzlicher Änderung im Meldeverfahren erschwert.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach Arbeitskräften liegt auf einem guten Niveau und zeigt in den letzten Monaten eine leichte Aufwärtstendenz. Saisonbereinigt liegt die Nachfrage um 1.000 im Plus. Im Februar waren 429.000 Arbeitsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, das waren 2.000 weniger als vor einem Jahr. Besonders gesucht sind zurzeit Arbeitskräfte in den Bereichen Verkauf, Mechatronik, Energie und Elektro, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau, Verkehr, Logistik, Tourismus und Gastronomie sowie in Gesundheitsberufen. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – sinkt im Februar um drei Punkte auf 153 Punkte.

Donnerstag, 30. Januar 2014

EGILIA informiert: Arbeitsmarkt im Januar 2014



Die Zahl der Arbeitslosen ist im Januar erstmals seit zehn Monaten wieder deutlich über drei Millionen gestiegen. Dies geht aus der nachfolgenden Pressemitteilung des Bildungsverbands hervor. Der Anstieg fiel allerdings geringer aus als für die Jahreszeit üblich, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) heute in Nürnberg mit.



Im Januar waren 3,136 Millionen Arbeitslose registriert (263.000 mehr als im Dezember 2013, aber 2000 weniger als vor einem Jahr). Die Arbeitslosenquote ist damit auf 7,3 Prozent gestiegen. Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Einflüsse ("Saisonbereinigung") ging die Arbeitslosenzahl unerwartet deutlich um 28.000 zurück. Volkswirte hatten eine Abnahme um 5000 erwartet.



Eintritte in berufliche Qualifizierungen auf Rekordtief

Die Zahl der Neueintritte in geförderte berufliche Weiterbildungsmaßnahmen war im Januar so niedrig wie seit zwei Jahren nicht mehr. Sie sank gegenüber Dezember 2013 um fast 24 %. Besonders eklatant ist der Rückgang im Bereich des Rechtskreises SGB II (Langzeitarbeitslose). Hier sank die Zahl der Neueintritte gegenüber dem Vormonat um beinahe 30 %:

"Wir müssen feststellen, dass das zunehmende Ungleichgewicht zwischen Verwaltungskosten einerseits und Ausgaben für Qualifizierungsleistungen andererseits den Bemühungen, Langzeitarbeitslose für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren, massiv zuwider läuft", sagte der BBB-Vorsitzende Thiemo Fojkar heute. Inzwischen ist bekannt, dass im Jahr 2013 von den 304 Jobcentern, die gemeinsam von der Bundesagentur für Arbeit und Kommunen getragen werden, insgesamt über 327 Millionen Euro (das entspricht 13,0 Prozent) der vom Bund für Eingliederungsleistungen zugewiesenen Mittel in die Verwaltungskostenbudgets umgeschichtet wurden. Unter dem Strich wurden im Jahr 2013 von den für Eingliederungsmaßnahmen zugeteilten Ausgabemitteln lediglich ca. 84,5 % tatsächlich für diesen Zweck ausgegeben. Und vieles deutet darauf hin, dass im laufenden Haushaltsjahr 2014 ein noch größerer Teil der Bundesmittel, die eigentlich für SGB II-Eingliederungsleistungen vorgesehen sind, in die Verwaltungskostenbudgets der Jobcenter umgeschichtet wird.



Auf der anderen Seite fehlen laut BA in vielen Berufsfeldern Fachkräfte, darunter sind technische Berufe sowie Gesundheits- und Pflegeberufe. "Vor diesem Hintergrund ist es nach unserer Ansicht nicht nachvollziehbar und aus arbeitsmarkt-, wirtschafts- und sozialpolitischer Sicht unverantwortlich, vorhandene Fördermittel nicht für den vorgesehenen Zweck einzusetzen" so Thiemo Fojkar weiter. "Die Politik ist hier gefordert einzugreifen und dafür zu sorgen, dass vorhandene Fördermittel ihrem Zweck entsprechend verwendet werden. Zudem muss entsprechend der Koalitionsvereinbarung die angekündigte Budgeterhöhung für Eingliederungsmaßnahmen Arbeitsloser in den Arbeitsmarkt schnell umgesetzt werden."

 

 

Montag, 27. Januar 2014

Hightech Unternehmen schaffen Arbeitsplätze



Der Beschäftigungsboom in der BITKOM-Branche soll sich auch 2014 fortsetzen. Dies geht aus der nachfolgenden Presseinformation des Branchenverbands BITKOM hervor. Rund zwei Drittel (63 Prozent) der Unternehmen aus der Informationstechnologie und Telekommunikation wollen im laufenden Jahr zusätzliches Personal einstellen. Gerade einmal sieben Prozent gehen von einem Stellenabbau aus. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage des BITKOM in der Branche. Damit fallen die Beschäftigungspläne noch optimistischer aus als 2013, als die Zahl der Mitarbeiter in der BITKOM-Branche um 15.000 auf den Rekordwert von 917.000 gestiegen sind. Auch in diesem Jahr erwartet BITKOM einen Anstieg der Beschäftigung um mindestens 10.000 Stellen. Vor einem Jahr erklärten in der gleichen Umfrage erst 57 Prozent der Unternehmen ihre Beschäftigtenzahl erhöhen zu wollen, 9 Prozent kündigten einen Abbau an.



Besonders Software-Unternehmen und IT-Dienstleister sind in diesem Jahr auf der Suche nach Personal. Jeweils 72 Prozent der Unternehmen gehen von Neueinstellungen aus, nur 5 Prozent der IT-Dienstleister und gerade einmal 2 Prozent der Software-Unternehmen rechnen mit einem Stellenabbau. Aber selbst bei den Hardware-Herstellern, die am skeptischsten sind, wollen mit 38 Prozent deutlich mehr Unternehmen zusätzliche Mitarbeiter einstellen als Stellen abbauen (17 Prozent).



Ohnehin könnte die Branche in Deutschland noch deutlich mehr Menschen beschäftigen. Viele Unternehmen suchen weiterhin vergeblich nach geeigneten Fachkräften. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (57 Prozent) bezeichnen die Fachkräftesituation als behindernd oder sehr behindernd für die Entwicklung ihres Unternehmens. Vor einem Jahr lag der Anteil noch bei 53 Prozent. Der Fachkräftemangel bleibt damit das größte Hemmnis für die ITK-Branche, deutlich vor Finanzierungsbedingungen (14 Prozent), der Binnennachfrage (9 Prozent) oder der Exportnachfrage (6 Prozent). Auch die politischen Rahmenbedingungen nennen gerade einmal ein Viertel der Unternehmen (24 Prozent) als Hemmnis für die eigene Geschäftstätigkeit.



Methodik: Grundlage der Angaben ist die halbjährlich von Bitkom Research durchgeführte Konjunkturumfrage unter ITK-Unternehmen.

 

Donnerstag, 28. November 2013

EGILIA informiert: Arbeitsmarkt im November 2013



„Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im November geringfügig gestiegen. Insgesamt ist der Arbeitsmarkt auf der Entwicklungslinie der Vormonate geblieben.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz. Dies geht aus der nachfolgenden Presseinformation der Bundesagentur für Arbeit hervor.

 

  • Arbeitslosenzahl im November: +5.000 auf 2.806.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +55.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: unverändert bei 6,5 Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit hat von Oktober auf November geringfügig um 5.000 auf 2.806.000 zugenommen. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 10.000 angestiegen. Gegenüber dem Vorjahr waren 55.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Der Anstieg hängt damit zusammen, dass Arbeitsmarktpolitik weniger entlastet hat.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, hat sich saisonbereinigt nicht verändert. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im November 2013 auf 3.768.000 Personen. Das waren 15.000 weniger als vor einem Jahr.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im Oktober 2,16 Millionen und die Erwerbslosenquote lag bei 5,0 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im November 881.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum November 2012 ergibt sich ein Anstieg von 17.000. Insgesamt 829.000 Personen erhielten im November Arbeitslosengeld; 16.000 mehr als vor einem Jahr.

Entwicklung in der Grundsicherung

Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung (SGB II) lag im November bei 4.346.000. Gegenüber November 2012 war dies ein Rückgang von 6.000 Personen. 8,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter sind hilfebedürftig. In der Grundsicherung waren 1.925.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 38.000 mehr als vor einem Jahr. Ein Großteil der Arbeitslosengeld II-Bezieher ist nicht arbeitslos gemeldet. Das liegt daran, dass diese Personen erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter gewachsen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im Oktober gegenüber dem Vorjahr um 250.000 auf 42,29 Millionen gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach der Hochrechnung der BA im September gegenüber dem Vorjahr um 378.000 auf 29,79 Millionen Personen zugenommen. Dabei stieg sowohl die sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung um 189.000 als auch die Teilzeitbeschäftigung um 189.000. Fast alle Bundesländer verzeichneten einen Beschäftigungsanstieg. Einen leichten Rückgang gab es nur im Saarland. Die Betrachtung nach Branchen zeigt im Vorjahresvergleich weit überwiegend Zuwächse. Das größte Plus gab es bei den Wirtschaftlichen Dienstleistungen (ohne Zeitarbeit) und im Gesundheits- und Sozialwesen. Nennenswerte Abnahmen gab es vor allem in der Zeitarbeit.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich in den letzten Monaten auf einem gutem Niveau stabilisiert. Im November waren 431.000 Arbeitsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, das waren 20.000 weniger als vor einem Jahr. Besonders gesucht sind zurzeit Fachleute in den Bereichen Verkauf, Logistik Mechatronik, Energie und Elektro, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie in Gesundheitsberufen. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – liegt im November bei 149 Punkten und damit zwei Punkte unter dem Oktober-Wert.

Mittwoch, 30. Oktober 2013

EGILIA informiert: Arbeitsmarkt im Oktober 2013



„Im Zuge der Herbstbelebung ist die Zahl der arbeitslosen Menschen im Oktober weiter gesunken. Allerdings fiel der Rückgang moderat aus.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz. Dies geht aus der nachfolgenden Presseinformation der Bundeagentur für Arbeit hervor.

  • Arbeitslosenzahl im Oktober: -48.000 auf 2.801.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +48.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit hat von September auf Oktober um 48.000 auf 2.801.000 abgenommen. Die Herbstbelebung fiel dieses Jahr insgesamt schwächer aus als in den Vorjahren. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat geringfügig um 2.000 angestiegen. Gegenüber dem Vorjahr waren 48.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, hat sich saisonbereinigt um 20.000 verringert. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im Oktober 2013 auf 3.749.000 Personen. Das waren 12.000 weniger als vor einem Jahr.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im September 2,20 Millionen und die Erwerbslosenquote lag bei 5,1 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im Oktober 870.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Oktober 2012 ergibt sich ein Anstieg von 23.000. Insgesamt 813.000 Personen erhielten im Oktober Arbeitslosengeld; 34.000 mehr als vor einem Jahr.

Entwicklung in der Grundsicherung

Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung (SGB II) lag im Oktober bei 4.347.000. Gegenüber Oktober 2012 war dies ein Rückgang von 22.000 Personen. 8,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter sind hilfebedürftig. In der Grundsicherung waren 1.932.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 25.000 mehr als vor einem Jahr. Ein Großteil der Arbeitslosengeld II-Bezieher ist nicht arbeitslos gemeldet. Das liegt daran, dass diese Personen erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter gewachsen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im September gegenüber dem Vorjahr um 250.000 auf 42,16 Millionen gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach der Hochrechnung der BA im August gegenüber dem Vorjahr um 353.000 auf 29,51 Millionen Personen zugenommen. Dabei hat die sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung um 171.000 und die Teilzeitbeschäftigung um 182.000 zugenommen. Fast alle Bundesländer verzeichneten einen Beschäftigungsanstieg. Einen Rückgang gab es nur im Saarland. Die Betrachtung nach Branchen zeigt im Vorjahresvergleich weit überwiegend Zuwächse. Das größte Plus gab es bei den Wirtschaftlichen Dienstleistungen (ohne Zeitarbeit) und im Gesundheits- und Sozialwesen. Abnahmen gab es vor allem in der Zeitarbeit.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich in den letzten Monaten auf einem gutem Niveau stabilisiert. Im Oktober waren 439.000 Arbeitsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, das waren 29.000 weniger als vor einem Jahr. Besonders gesucht sind zurzeit Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Verkauf, Logistik und Gesundheit. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – liegt im Oktober bei 152 Punkten und damit drei Punkte über dem Wert des Septembers.

Dienstag, 1. Oktober 2013

EGILIA informiert: Arbeitsmarkt im September 2013



„Im Zuge der einsetzenden Herbstbelebung ist die Arbeitslosigkeit von August auf September zurückgegangen. Insgesamt zeigt sich der deutsche Arbeitsmarkt in einer guten Grundverfassung, gleichzeitig werden aber strukturelle Probleme immer deutlicher.“, sagte Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung der Bundesagentur für Arbeit (BA), heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz. Dies geht aus der nachfolgenden Presseinformation der Bundesagentur für Arbeit hervor.

 

  • Arbeitslosenzahl im September: -97.000 auf 2.849.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +61.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: 0,2 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Mit der einsetzenden Herbstbelebung hat die Arbeitslosigkeit von August auf September um 97.000 auf 2.849.000 abgenommen. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat allerdings um 25.000 angestiegen. Gegenüber dem Vorjahr waren 61.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Der saisonbereinigte Anstieg im September hängt damit zusammen, dass Arbeitsmarktpolitik weniger entlastet hat. So ist die Zahl der Menschen, die an arbeitsmarktpolitischen Programmen teilnehmen, rückläufig. So sind beispielweise Beschäftigung schaffende Maßnahmen und die Förderung der Selbständigkeit zurückgegangen.



Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, hat sich saisonbereinigt nicht verändert. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im September 2013 auf 3.793.000 Personen. Das waren 7.000 mehr als vor einem Jahr.



Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im August 2,17 Millionen und die Erwerbslosenquote lag bei 5,0 Prozent..

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im September 904.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum September 2012 ergibt sich ein Anstieg von 42.000. Insgesamt 843.000 Personen erhielten im September Arbeitslosengeld; 43.000 mehr als vor einem Jahr.

 

Entwicklung in der Grundsicherung

Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung (SGB II) lag im September bei 4.377.000. Gegenüber September 2012 war dies ein Rückgang von 8.000 Personen. 8,2 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter sind hilfebedürftig. In der Grundsicherung waren 1.945.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 19.000 mehr als vor einem Jahr. Ein Großteil der Arbeitslosengeld II-Bezieher ist nicht arbeitslos gemeldet. Das liegt daran, dass diese Personen erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter gewachsen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im August gegenüber dem Vorjahr um 219.000 auf 41,96 Millionen gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach der Hochrechnung der BA im Juli gegenüber dem Vorjahr um 356.000 auf 29,27 Millionen Personen zugenommen. Dabei hat die sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung um 168.000 und die Teilzeitbeschäftigung um 189.000 zugenommen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt und dem Saarland in allen Bundesländern. Auch die Betrachtung nach Branchen zeigt fast ausschließlich Zuwächse, insbesondere bei den Wirtschaftlichen Dienstleistungen (ohne Zeitarbeit) und im Gesundheits- und Sozialwesen. Abnahmen gab es vor allem in der Zeitarbeit.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich in den letzten Monaten auf einem gutem Niveau stabilisiert. Im September waren 446.000 Arbeitsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, das waren 39.000 weniger als vor einem Jahr. Besonders gesucht sind zurzeit Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Verkauf, Logistik und Gesundheit. Der Stellenindex der BA, der BA-X, stieg im September um einen auf 149 Punkte an. Gegenüber dem Vorjahr lag er um 12 Punkte im Minus.

Dienstag, 3. September 2013

EGILIA informiert: Arbeitsmarkt im August 2013



Die letzten Zahlen vor der Wahl: Ernüchterung – Geförderte Weiterbildung: Der Bestand entwickelt sich kontinuierlich nach unten

Die am 29.08.2013 in Nürnberg veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen für den Monat August sorgen in der heißen Phase des Bundestagswahlkampfes für Ernüchterung, denn die Arbeitslosigkeit hat im Vergleich zu den vergangenen Jahren überdurchschnittlich zugenommen. Die zurzeit übliche, allmonatliche Versicherung, der deutsche Arbeitsmarkt entwickelte sich jedoch stabil, klang dann auch etwas verhaltener.

Im Zuge der Sommerpause stieg die Arbeitslosenzahl im August um 32.000 auf insgesamt 2.946.000. Dies sind 41.000 Arbeitslose mehr als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr, dennoch blieb die Arbeitslosenquote mit 6,8 Prozent gegenüber dem Vormonat unverändert. Die BA nannte als Gründe für diese Entwicklung des Arbeitsmarktes vor allem die Werksferien in vielen deutschen Unternehmen und die Tatsache, dass sich die Schul- und Berufsausbildungsabgänger im vergangenen

Monat zunächst einmal arbeitslos gemeldet hätten.

Die Bestandszahlen der geförderten Weiterbildung nehmen weiter ab

Die bereits seit Monaten anhaltende Entwicklung der geförderten Weiterbildung hält auch im August an. Einem kaum wahrnehmbaren, leichten Anstieg der Zugänge in die geförderte Weiterbildung steht eine besorgniserregende, anhaltende Abnahme der Bestandszahlen entgegen. So haben sich im August in beiden Rechtskreisen (SGB II und SGB III) zusammen insgesamt 126.708 Personen in Maßnahmen der geförderten Weiterbildung befunden, gegenüber 133.321 im Vormonat. Aufgeteilt auf die beiden Rechtskreise wurden heute die folgenden Zahlen veröffentlicht:

SGB II:

Teilnehmerbestand 58.092 (Vormonat: 62.340) Eintritte in FbW: 10.877 (Vormonat: 9.360)

SBG III:

Teilnehmerbestand 67.616 (Vormonat: 70.991) Eintritte in FbW: 13.452 (Vormonat: 11.933)

Der BBB-Vorsitzende Thiemo Fojkar kommentierte diese Entwicklung:

„Diese Zahlen deuten den systematischen Abbau eines erfolgreich funktionierenden Instrumentes der aktiven Arbeitsmarktpolitik an, denn diese Entwicklung hält seit Monaten an. Ein stetiger Abbau der bestehenden Arbeitslosigkeit und damit die Bereitstellung so dringend benötigter Fachkräfte sind entscheidende Faktoren für den Wirtschaftsstandort Deutschland und ohne die geförderte Weiterbildung nicht zu erreichen. “

Mittwoch, 31. Juli 2013

EGILIA informiert: Arbeitsmarkt im Juli 2013



„Im zweiten Quartal ist die deutsche Wirtschaft allen Anzeichen nach wieder stärker gewachsen. Davon profitiert auch der Arbeitsmarkt.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz. Dies geht aus der nachfolgenden Presseinformation der Bundesarbeitsagentur hervor.

  • Arbeitslosenzahl im Juli: +49.000 auf 2.914.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +38.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,2 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Aufgrund der einsetzenden Sommerpause ist die Arbeitslosigkeit im Juli gestiegen. Sie hat gegenüber Juni um 49.000 auf 2.914.000 zugenommen. Der Anstieg beruht vor allem darauf, dass sich Jugendliche nach Ende ihrer schulischen oder beruflichen Ausbildung vorübergehend arbeitslos melden. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 7.000 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr waren 38.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet.



Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen, belief sich im Juli 2013 auf 3.872.000 Personen. Das waren 9.000 weniger als vor einem Jahr. Während die Unterbeschäftigung im Vorjahresvergleich weiter leicht zurückgegangen ist, hat sich die Arbeitslosigkeit erhöht. Das hängt damit zusammen, dass weniger Menschen an arbeitsmarktpolitischen Programmen teilnehmen. Insbesondere die Förderung der Selbständigkeit ist zurückgegangen.



Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im Juni 2,32 Millionen und die Erwerbslosenquote lag bei 5,5 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im Juli 943.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Juli 2012 ergibt sich ein Anstieg von 58.000. Damit liegt die Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung seit über einem Jahr über dem Vorjahresniveau. Insgesamt 892.000 Personen erhielten im Juli Arbeitslosengeld; 67.000 mehr als vor einem Jahr.

Entwicklung in der Grundsicherung

Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung (SGB II) lag im Juli bei 4.436.000. Gegenüber Juli 2012 war dies ein Rückgang von 16.000 Personen. 8,3 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter sind hilfebedürftig. In der Grundsicherung waren 1.972.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 20.000 weniger als vor einem Jahr. Ein Großteil der Arbeitslosengeld II-Bezieher ist nicht arbeitslos gemeldet. Das liegt daran, dass diese Personen erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind trotz der konjunkturellen Schwächephase weiter gewachsen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im Juni gegenüber dem Vorjahr um 233.000 auf 41,89 Millionen gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach der Hochrechnung der BA im Mai gegenüber dem Vorjahr um 366.000 auf 29,29 Millionen Personen zugenommen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst in fast allen Bundesländern. Auch die Betrachtung nach Branchen zeigt fast ausschließlich Zuwächse – insbesondere bei den Wirtschaftlichen Dienstleistungen (ohne Zeitarbeit), im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Verarbeitenden Gewerbe. Abnahmen gab es vor allem in der Zeitarbeit.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach Arbeitskräften scheint sich langsam auf gutem Niveau zu stabilisieren. Im Juli waren 444.000 Arbeitsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, das sind 56.000 weniger als vor einem Jahr. Besonders gesucht sind zurzeit Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Verkauf, Logistik und Gesundheit. Der Stellenindex der BA, der BA-X, stieg um zwei Punkte auf 149 Punkte an. Gegenüber dem Vorjahr lag er um 14 Punkte im Minus.

Ausbildungsmarkt

Von Oktober 2012 bis Juli 2013 wurden der Ausbildungsvermittlung insgesamt 469.000 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 11.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Im gleichen Zeitraum haben rund 518.000 Bewerber die Ausbildungsvermittlung der Arbeitsagenturen und der Jobcenter bei der Suche nach einer Lehrstelle eingeschaltet. Das waren 2.000 weniger als vor einem Jahr. Auch die Zahl der bislang abgeschlossenen Ausbildungsverträge liegt nach aktuellen Daten der Kammern unter dem Vorjahresniveau. Damit könnte die Ausbildungsmarktbilanz im September etwas schwächer ausfallen als im letzten Jahr. Allerdings ist der Ausbildungsmarkt bis September noch in Bewegung.

Donnerstag, 27. Juni 2013

EGILIA informiert: Arbeitsmarkt im Juni 2013



„Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich alles in allem in einer guten Verfassung. Er entwickelt sich trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds robust.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz. Dies geht aus der nachfolgenden Presseinformation der Bundesagentur für Arbeit hervor.

 

  • Arbeitslosenzahl im Juni: -72.000 auf 2.865.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +56.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,2 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit



Im Zuge der auslaufenden Frühjahrsbelebung ist die Arbeitslosigkeit im Juni weiter gesunken. Sie hat gegenüber Mai um 72.000 auf 2.865.000 abgenommen. Insgesamt fiel der Rückgang in den Frühjahrsmonaten schwächer aus als in den Vorjahren. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 12.000 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr waren 56.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet.



Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen, belief sich im Juni 2013 auf 3.843.000 Personen. Das waren 4.000 weniger als vor einem Jahr. Während die Unterbeschäftigung im Vorjahresvergleich weiter leicht zurückgegangen ist, hat sich die Arbeitslosigkeit erhöht. Das hängt damit zusammen, dass weniger Menschen an arbeitsmarktpolitischen Programmen teilnehmen. Insbesondere die Förderung der Selbständigkeit ist zurückgegangen.



Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im Mai 2,25 Millionen und die Erwerbslosenquote lag bei 5,3 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung



Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im Juni 897.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Juni 2012 ergibt sich ein Anstieg von 80.000. Damit liegt die Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung seit gut einem Jahr über dem Vorjahresniveau. Insgesamt 851.000 Personen erhielten im Juni Arbeitslosengeld; 80.000 mehr als vor einem Jahr.

Entwicklung in der Grundsicherung



Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung (SGB II) lag im Juni bei 4.460.000. Gegenüber Juni 2012 war dies ein Rückgang von 2.000 Personen. 8,3 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter sind hilfebedürftig. In der Grundsicherung waren 1.967.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 25.000 weniger als vor einem Jahr. Damit liegt die Arbeitslosigkeit im SGB II nach fünf Monaten wieder unter 2 Millionen. Ein Großteil der Arbeitslosengeld II-Bezieher ist nicht arbeitslos gemeldet. Das liegt daran, dass diese Personen erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung



Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind trotz der konjunkturellen Schwäche weiter gewachsen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im Mai gegenüber dem Vorjahr um 246.000 auf 41,84 Millionen gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach der Hochrechnung der BA im April gegenüber dem Vorjahr um 373.000 auf 29,21 Millionen Personen zugenommen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst in fast allen Bundesländern. Auch die Betrachtung nach Branchen zeigt fast ausschließlich Zuwächse – insbesondere bei den Wirtschaftlichen Dienstleistungen (ohne Zeitarbeit), im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Verarbeitenden Gewerbe. Abnahmen gab es vor allem in der Zeitarbeit.

Arbeitskräftenachfrage



Die gemeldete Nachfrage nach Arbeitskräften hat im Juni weiter nachgegeben. 437.000 Arbeitsstellen waren bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, das sind 62.000 weniger als vor einem Jahr. Besonders gesucht sind zurzeit Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Verkauf, Logistik und Gesundheit. Der Stellenindex der BA, der BA-X, stieg um einen Punkt auf 147 Punkte an. Gegenüber dem Vorjahr lag er um 17 Punkte im Minus.

Ausbildungsmarkt



Von Oktober 2012 bis Juni 2013 wurden der Ausbildungsvermittlung insgesamt 455.000 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 9.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich haben bislang rund 491.000 Bewerber die Ausbildungsvermittlung der Arbeitsagenturen und der Jobcenter bei der Suche nach einer Lehrstelle eingeschaltet. Das waren 4.000 weniger als vor einem Jahr. Auch die Zahl der bislang abgeschlossenen Ausbildungsverträge liegt nach aktuellen Daten der Kammern unter dem Vorjahresniveau. Noch ist es allerdings zu früh, um eine differenzierte Einschätzung zur weiteren Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt zu geben.

Mittwoch, 29. Mai 2013

EGILIA informiert: Arbeitsmarkt im Mai 2013



„Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich insgesamt weiter in einer guten Grundverfassung, und entwickelt sich solide in dem schwierigen konjunkturellen Umfeld.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz. Dies geht aus der nachfolgenden Presseinformation der Arbeitsagentur hervor.

  • Arbeitslosenzahl im Mai: -83.000 auf 2.937.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +82.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,3 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit



Im Zuge der Frühjahrsbelebung ist die Arbeitslosigkeit im Mai weiter gesunken. Sie hat gegenüber April um 83.000 auf 2.937.000 abgenommen. Insgesamt fiel die Frühjahrsbelebung schwächer aus als in den Vorjahren. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat daher um 21.000 angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr waren 82.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet.



Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen, belief sich im Mai 2013 auf 3.898.000 Personen. Das waren 5.000 weniger als vor einem Jahr. Dass die Unterbeschäftigung im Vorjahresvergleich – im Gegensatz zur Arbeitslosigkeit – weiter gesunken ist, hängt auch damit zusammen, dass weniger Menschen an arbeitsmarktpolitischen Programmen teilnehmen. Insbesondere die Förderung der Selbständigkeit ist zurückgegangen. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im April 2,26 Millionen und die Erwerbslosenquote lag bei 5,4 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung



Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im Mai 935.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Mai 2012 ergibt sich ein Anstieg von 104.000. Damit lag die Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung zuletzt vor einem Jahr unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt 842.000 Personen erhielten im Mai Arbeitslosengeld; 62.000 mehr als vor einem Jahr.

Entwicklung in der Grundsicherung



Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung (SGB II) lag im Mai bei 4.464.000. Gegenüber Mai 2012 war dies ein Rückgang von 24.000 Personen. 8,3 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter sind hilfebedürftig. In der Grundsicherung waren 2.002.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 23.000 weniger als vor einem Jahr. Dass ein Großteil der Arbeitslosengeld II-Bezieher nicht arbeitslos gemeldet ist, liegt daran, dass diese Personen erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung



Trotz konjunktureller Schwäche sind Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bis ins erste Quartal saisonbereinigt gewachsen. In den aktuellen Daten haben sich die Anstiege nicht mehr fortgesetzt; dies dürfte auch damit zusammen hängen, dass witterungsbedingte Einschränkungen bis in den April anhielten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im April gegenüber dem Vorjahr um 277.000 auf 41,69 Millionen gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach der Hochrechnung der BA im März gegenüber dem Vorjahr um 368.000 auf 29,09 Millionen Personen zugenommen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst in den meisten Bundesländern. Auch die Betrachtung nach Branchen zeigt fast ausschließlich Zuwächse – insbesondere bei den Wirtschaftlichen Dienstleistungen (ohne Zeitarbeit), im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Verarbeitenden Gewerbe. Abnahmen gab es vor allem in der Zeitarbeit.

Arbeitskräftenachfrage



Die gemeldete Nachfrage nach Arbeitskräften hat im Mai weiter nachgegeben. 437.000 Arbeitsstellen waren bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, das sind 62.000 weniger als vor einem Jahr. Besonders gesucht sind zurzeit Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Verkauf und Gesundheit. Der Stellenindex der BA, der BA-X, ging um drei Punkte auf 144 Punkte zurück. Gegenüber dem Vorjahr lag er um 27 Punkte im Minus.

Ausbildungsmarkt



Von Oktober 2012 bis Mai 2013 wurden der Ausbildungsvermittlung insgesamt 439.000 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 9.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich haben bislang rund 465.000 Bewerber die Ausbildungsvermittlung der Arbeitsagenturen und der Jobcenter bei der Suche nach einer Lehrstelle eingeschaltet. Das waren 6.000 weniger als vor einem Jahr. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es allerdings zu früh, um eine differenzierte Einschätzung zur weiteren Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt zu geben. Auch die Daten der Kammern zu den bisher abgeschlossenen Ausbildungsverträgen liegen noch nicht vor.

Mittwoch, 22. Mai 2013

EGILIA informiert: Die meisten IT-Azubis in Stadtstaaten



Die Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin haben im Vergleich der Bundesländer den höchsten Anteil an IT-Azubis. Dies geht aus der nachfolgenden Presseinformation des Branchenverbands BITKOM hervor. In Bremen wurden 2012 rund 4 Prozent aller Auszubildenden in IT-Berufen wie Fachinformatiker, Informatikkaufmann oder IT-System-Elektroniker ausgebildet. In Hamburg sind es 3,8 Prozent, in Berlin 3,4 Prozent. Das teilte der Hightech-Verband BITKOM mit. Bei den Flächenländern liegen Sachsen (3,3 Prozent), sowie Hessen und Nordrhein-Westfalen (beide 3,2 Prozent) vorne. Auf den hinteren Plätzen stehen Thüringen (1,8 Prozent), Brandenburg (1,7 Prozent) und Sachsen-Anhalt (1 Prozent). „IT-Spezialisten sind in allen Branchen gefragt, etwa im Maschinenbau oder in der Automobilindustrie, nicht nur in den klassischen ITK-Unternehmen“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Gut  ausgebildete Fachkräfte sind ein zentraler Standortfaktor. Die Ausbildung in IT-Berufen ist damit eine wichtige Investition in die Zukunft.“



Der bundesweite Durchschnitt der IT-Azubis an der Gesamtzahl aller Auszubildenden beträgt 2,8 Prozent. Damit sind die acht IT-Berufe unter den rund 350 Ausbildungsberufen leicht überdurchschnittlich vertreten. Die Ausbildung zum Fachinformatiker gehört zu den Top-20-Ausbildungsberufen überhaupt. „Wer sich als junger Mensch heute für einen IT-Beruf entscheidet, der entscheidet sich für eine zukunftssichere Wachstumsbranche“, so Kempf.



In absoluten Zahlen liegt Nordrhein-Westfalen im Länder-Ranking mit 10.275 IT-Azubis an der Spitze. Auf Platz zwei folgt mit deutlichem Abstand Bayern (6.911) vor Baden-Württemberg (5.416). Insgesamt gibt es bundesweit 39.843 Auszubildende in den verschiedenen IT-Berufen, das sind rund 3 Prozent mehr als noch 2011. Am beliebtesten ist dabei der Ausbildungsberuf des Fachinformatikers, auf dessen beide Fachrichtungen „Anwendungsentwicklung“ und „Systemintegration“  zusammen 26.003 Stellen entfallen. Dies entspricht mehr als der Hälfte aller IT-Ausbildungsplätze. Mit deutlichem Abstand folgen die IT-System-Elektroniker (5.028) sowie die kaufmännischen Berufe IT-System-Kaufmann (4.500) und Informatikkaufmann (3.273). Auf die Systeminformatiker entfallen 539 Lehrstellen, auf insbesondere für wissenschaftliche Einrichtungen konzipierte Mathematisch-Technischen Softwareentwickler weitere 500 Lehrstellen.

 

Zur Datenquelle: Grundlage der Angaben sind Auswertungen des BITKOM auf Basis von Daten des DIHK.

 

Dienstag, 30. April 2013

EGILIA informiert: Arbeitsmarkt im April 2013

„Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich insgesamt weiter in einer guten Grundverfassung, die aktuelle Entwicklung ist allerdings eher gedämpft.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz. Dies geht aus der nachfolgenden Presseinformation hervor.

  • Arbeitslosenzahl im April: -78.000 auf 3.020.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +57.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,2 Prozentpunkte auf 7,1 Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Im Zuge der Frühjahrsbelebung ist die Arbeitslosigkeit im April weiter gesunken. Sie hat gegenüber März um 78.000 auf 3.020.000 abgenommen. Dass der Rückgang geringer ausfiel als sonst in einem April, dürfte mit den länger anhaltenden witterungsbedingten Einschränkungen in diesem Jahr zusammenhängen. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat daher um 4.000 angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr waren 57.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet.



Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen, belief sich im April 2013 auf 3.989.000 Personen. Das waren 7.000 weniger als vor einem Jahr. Dass die Unterbeschäftigung im Vorjahresvergleich – im Gegensatz zur Arbeitslosigkeit – weiter gesunken ist, hängt auch damit zusammen, dass weniger Menschen an arbeitsmarktpolitischen Programmen teilnehmen. Insbesondere die Förderung der Selbständigkeit ist zurückgegangen. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im März 2,37 Millionen und die Erwerbslosenquote lag bei 5,6 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im April 1.001.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum April 2012 ergibt sich ein Anstieg von 109.000. Damit liegt die Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung seit knapp einem Jahr über dem Vorjahresniveau. Insgesamt 961.000 Personen erhielten im April Arbeitslosengeld; 123.000 mehr als vor einem Jahr.

Entwicklung in der Grundsicherung

Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung (SGB II) lag im April bei 4.452.000. Gegenüber April 2012 war dies ein Rückgang von 55.000 Personen. 8,3 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter sind hilfebedürftig. In der Grundsicherung waren 2.019.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 52.000 weniger als vor einem Jahr. Dass ein Großteil der Arbeitslosengeld II-Bezieher nicht arbeitslos gemeldet ist, liegt daran, dass diese Personen erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Trotz konjunktureller Schwäche haben Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Vorjahresvergleich zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im März gegenüber dem Vorjahr um 300.000 auf 41,53 Millionen gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach der Hochrechnung der BA im Februar gegenüber dem Vorjahr um 408.000 auf 28,99 Millionen Personen zugenommen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst in den meisten Bundesländern. Auch die Betrachtung nach Branchen zeigt fast ausschließlich Zuwächse – insbesondere bei den Wirtschaftlichen Dienstleistungen (ohne Zeitarbeit), im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Verarbeitenden Gewerbe. Abnahmen gab es vor allem in der Zeitarbeit.

Arbeitskräftenachfrage

Die gemeldete Nachfrage nach Arbeitskräften hat im April deutlich nachgegeben. 441.000 Arbeitsstellen waren bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, das sind 58.000 weniger als vor einem Jahr. Besonders gesucht sind zurzeit Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Verkauf und Gesundheit. Der Stellenindex der BA, der BA-X, geht um sechs Punkte auf 147 Punkte zurück. Gegenüber dem Vorjahr liegt er um 23 Punkte im Minus.

Ausbildungsmarkt

Von Oktober 2012 bis April 2013 wurden der Ausbildungsvermittlung insgesamt 420.000 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 4.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich haben bislang rund 437.000 Bewerber die Ausbildungsvermittlung der Arbeitsagenturen und der Jobcenter bei der Suche nach einer Lehrstelle eingeschaltet. Das waren ebenfalls 4.000 weniger als vor einem Jahr. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es allerdings zu früh, um eine differenzierte Einschätzung zur weiteren Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt zu geben. Auch die Daten der Kammern zu den bisher abgeschlossenen Ausbildungsverträgen liegen noch nicht vor.

Mittwoch, 17. April 2013

Bitkom-Studie: Fast ein Drittel aller Berufstätigen rund um die Uhr erreichbar

Drei Viertel aller Berufstätigen (77 Prozent) in Deutschland sind außerhalb ihrer regulären Arbeitszeiten für Kollegen, Vorgesetzte oder Kunden per Handy oder E-Mail erreichbar. Dies geht aus der nachfolgenden Presseinformation des Branchenverbands BITKOM hervor: 30 Prozent sind jederzeit erreichbar und 32 Prozent zu bestimmten Zeiten, zum Beispiel abends an Wochentagen oder am Wochenende. Weitere 15 Prozent sind nur in Ausnahmefällen und 16 Prozent gar nicht erreichbar. Das ist das Ergebnis einer Studie des Hightech-Verbands BITKOM zum Thema „Arbeiten in der digitalen Welt“, für die zwei repräsentative Umfragen unter 505 Berufstätigen und Personalverantwortlichen von 854 Unternehmen durchgeführt wurden. Danach gibt es in 62 Prozent aller Betriebe keinerlei Vorgaben, wann Mitarbeiter elektronisch erreichbar sein sollten und wann nicht. „Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten klare Vereinbarungen über Arbeitszeiten und Erreichbarkeit treffen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf bei Vorstellung der Studie. Dabei werden Arbeitgeber verstärkt auf flexible Arbeitsmodelle setzen. „Feste Arbeitszeiten und ortsgebundene Arbeitsplätze sind dank neuer Technologien für viele Büro-Jobs nicht mehr zeitgemäß“, sagte Kempf. Eine gesetzliche „Antistress-Verordnung“ lehnt der BITKOM dagegen ab. Kempf: „Das umfangreiche deutsche Arbeitsrecht reicht aus, um die Folgen der Digitalisierung für die Arbeitswelt zu regeln.“

 

Nach den Ergebnissen der Umfrage haben sich Computer und Handy in nahezu  allen Berufen durchgesetzt: 87 Prozent aller Berufstätigen arbeiten mit einem Computer und 67 Prozent mit Handy oder Smartphone. Dabei geht der Trend zum mobilen Arbeiten. Laut Umfrage nutzen 79 Prozent aller Erwerbstätigen für ihre tägliche Arbeit mobile Geräte, also Notebooks, Tablet Computer, Smartphones oder Handys. „Mobile Endgeräte in Verbindung mit Breitbandnetzen und Cloud Computing ermöglichen es, an nahezu jedem Ort zu arbeiten und dabei mit anderen in Kontakt zu stehen“, sagte Kempf. So arbeiten laut Umfrage 55 Prozent der Beschäftigten, die mobile Geräte nutzen, zumindest gelegentlich unterwegs: 22 Prozent arbeiten zeitweise im Auto, 20 Prozent in der Bahn und je 19 Prozent im Hotel sowie in Bussen oder Bahnen des Nahverkehrs. 



Weit verbreitet ist inzwischen die Arbeit im Home Office. Ein Drittel der befragten Berufstätigen arbeitet regelmäßig von zu Hause, 21 Prozent täglich, 10 Prozent an mehreren Tagen in der Woche und 2 Prozent an einem Tag pro Woche. Weitere 13 Prozent arbeiten zumindest gelegentlich zu Hause. Laut Umfrage sind vier von fünf Berufstätigen der Ansicht, dass sich dadurch Arbeit und Familie besser vereinbaren lassen. 56 Prozent meinen, dass sie Berufstätige zufriedener macht. Allerdings sind 55 Prozent der Meinung, dass sich bei der Arbeit im Home Office Beruf und Freizeit zu stark vermischen. Ängste, durch Home-Office-Nutzung Nachteile zu erleiden, gehören der Vergangenheit an: Nur ein Viertel (26 Prozent) ist der Meinung, dass die Arbeit von zu Hause die Karriere behindert.



Auch Personalverantwortliche sehen die positiven Effekte der Arbeit von zu Hause. Eine große Mehrheit der Befragten ist der Ansicht, dass sie Arbeit flexibler macht (79 Prozent) und dazu beiträgt, Fachkräfte an das Unternehmen zu binden (59 Prozent). Nur 16 Prozent sagen, dass sich die Arbeitsleistung verringert. 61 Prozent sind der Meinung, dass sie die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern hemmt. „Moderne Arbeitskonzepte sollten darauf abzielen, die Kommunikation der Mitarbeiter zu fördern“, betonte Kempf. Nur 27 Prozent aller Unternehmen fördern die Arbeit im Home Office aktiv.



Aus Sicht des BITKOM sollten Unternehmen moderne Arbeitskonzepte entwickeln, um die Vorteile der neuen Technologien auszuschöpfen und gleichzeitig den Nachteilen im Arbeitsalltag zu begegnen. Nach den Ergebnissen der Umfrage erwarten 52 Prozent der befragten Unternehmen, dass ihre Mitarbeiter außerhalb der regulären Arbeitszeiten jederzeit oder zu bestimmten Zeiten per Handy oder E-Mail erreichbar sind. 48 Prozent verlangen keine Erreichbarkeit oder nur in dringenden Ausnahmefällen. „Viele Berufstätige leiden unter Stress, wenn sie sich in einem dauernden Standby-Modus befinden“, sagte Kempf. Daher sei ein bewusster Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln unabdingbar. Notwendig sind klare Vereinbarungen zwischen den Parteien, um Grundsätze für Arbeitszeiten und Erreichbarkeit  im Home Office und in der Freizeit zu etablieren. Zudem sollten Mitarbeiter im effizienten Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln besser geschult werden. Bislang bieten erst 27 Prozent aller Unternehmen Seminare zum Umgang mit E-Mails und 25 Prozent für das persönliche Zeitmanagement an. 



Der BITKOM schlägt Regeln für Unternehmen und Beschäftigte vor, die flexibles Arbeiten und den Umgang mit der Erreichbarkeit erleichtern sollen. Kempf: „Von flexiblen Arbeitsmodellen können beide Seiten profitieren: Beschäftigte können persönliche Freiheiten gewinnen, Arbeitgeber höher motivierte Mitarbeiter.“



Regeln für Unternehmen

  •     Klare Vereinbarungen treffen: Flexible Arbeitsmodelle erfordern klare Regeln, damit Vertrauen entstehen kann.
  •     Mitarbeiterleistung messen: Leistungen sollten möglichst objektiv definiert und gemessen werden. Zielerreichung geht vor Anwesenheit.
  •     Moderne Technologien nutzen: Flexible Arbeit sollte durch interne soziale Netzwerke, Blogs oder spezielle Collaboration Tools unterstützt werden.
  •     Führung nicht vernachlässigen: Trotz hoher Mobilität der Mitarbeiter darf der Kontakt zur Führungskraft nicht wegfallen.
  •     Unternehmenskultur überprüfen: Neue Arbeitsmodelle müssen zur Kultur passen. Veränderungen sollten sorgfältig geplant werden.

Regeln für Berufstätige

  •     Sich selbst managen: Flexible Arbeitsmodelle verlangen ein hohes Maß an Selbstorganisation. Effizientes Arbeiten und Verlässlichkeit sind unabdingbar.
  •     Sich selber schützen: Flexible Arbeit darf nicht heißen, dauernd erreichbar zu sein. Gerade engagierte Mitarbeiter setzen Grenzen und halten diese ein.
  •     Sichtbar bleiben: Wer seltener im Büro ist, muss darauf achten, dass seine Leistungen und seine soziale Rolle als Teammitglied wahrgenommen werden.
  •     Digitale Kommunikation nutzen: Soziale Medien leisten einen wichtigen Beitrag, um mit anderen zu kommunizieren und Arbeitsergebnisse darzustellen.

Methodik: Im Auftrag des BITKOM hat das Meinungsforschungsinstitut ARIS 505 Erwerbstätige und 854 Personalverantwortliche von Unternehmen ab 3 Mitarbeiter befragt. Die Umfragen sind repräsentativ.

Donnerstag, 28. März 2013

EGILIA informiert: Arbeitsmarkt im März 2013



„Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich relativ unbeeindruckt von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der letzten Monate und entwickelt sich weiter solide.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg. Dies geht aus der nachfolgenden Pressemitteilung der BA hervor.

  • Arbeitslosenzahl im März: -58.000 auf 3.098.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +70.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 7,3 Prozent



Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit



Im Zuge der beginnenden Frühjahrsbelebung ist die  Arbeitslosigkeit im März gesunken. Sie hat gegenüber Februar um 58.000 auf 3.098.000 abgenommen. Dass der Rückgang geringer ausfiel als sonst in einem März, dürfte damit zusammenhängen, dass witterungsbedingte Einschränkungen anders als in den letzten Jahren bis weit in den März anhielten. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat daher um 13.000 angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr waren 70.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet.



Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen, belief sich im März 2013 auf 4.064.000 Personen. Das waren 50.000 weniger als vor einem Jahr. Dass die Unterbeschäftigung im Vorjahresvergleich – im Gegensatz zur Arbeitslosigkeit – weiter gesunken ist, hängt auch damit zusammen, dass weniger Menschen an arbeitsmarktpolitischen Programmen teilnehmen. Insbesondere die Förderung der Selbständigkeit ist zurückgegangen.



Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im Februar 2,54 Millionen und die Erwerbslosenquote lag bei 6,0 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung



Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im März 1.072.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum März 2012 ergibt sich ein Anstieg von 117.000. Damit liegt die Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung den zehnten Monat in Folge über dem Vorjahresniveau. Insgesamt 1.031.000 Personen erhielten im März Arbeitslosengeld; 113.000 mehr als vor einem Jahr.

Entwicklung in der Grundsicherung



Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung (SGB II) lag im März bei 4.445.000. Gegenüber März 2012 war dies ein Rückgang von 82.000 Personen. 8,3 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter sind hilfebedürftig. In der Grundsicherung waren 2.026.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 47.000 weniger als vor einem Jahr. Dass ein Großteil der Arbeitslosengeld II-Bezieher nicht arbeitslos gemeldet ist, liegt daran, dass diese Personen erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung



Trotz konjunktureller Schwäche haben Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Vorjahresvergleich zugenommen, das Plus gegenüber dem Vorjahr wurde in den letzten Monaten aber tendenziell kleiner. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im Februar gegenüber dem Vorjahr um 282.000 auf 41,40 Millionen gestiegen. Die sozialversicherungs-pflichtige Beschäftigung hat nach der Hochrechnung der BA im Januar gegenüber dem Vorjahr um 395.000 auf 28,97 Millionen Personen zugenommen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst in den weitaus meisten Bundesländern. Auch die Betrachtung nach Branchen zeigt fast ausschließlich Zuwächse – insbesondere bei den Wirtschaftlichen Dienstleistungen (ohne Zeitarbeit), im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Verarbeitenden Gewerbe. Abnahmen gab es vor allem in der Zeitarbeit.

Arbeitskräftenachfrage



Die gemeldete Nachfrage nach Arbeitskräften ist tendenziell rückläufig, liegt aber nach wie vor auf hohem Niveau. Im März waren 444.000 Arbeitsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, das sind 47.000 weniger als vor einem Jahr. Besonders gesucht sind zurzeit Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro-, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Verkauf und Gesundheit. Der Stellenindex der BA, der BA-X, geht um einen Punkt auf 155 Punkte zurück. Gegenüber dem Vorjahr liegt er um 20 Punkte im Minus.

Donnerstag, 28. Februar 2013

EGILIA informiert: Arbeitsmarkt im Februar 2013



Der Arbeitsmarkt in Deutschland zeigt sich unbeeindruckt vom Schwächeln der Konjunktur. Dies geht aus der nachfolgenden Pressemitteilung des Bildungsverbands hervor. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen legte im Februar leicht um 18.000 auf 3,156 Millionen zu. BAChef Frank-Jürgen Weise machte dafür jahreszeitliche Gründe verantwortlich. "Der deutsche Arbeitsmarkt scheint die schwache wirtschaftliche Entwicklung der letzten Monate gut zu verkraften und zeigt sich insgesamt weiter robust."

  • Arbeitslosenzahl im Februar: +18.000 auf 3.156.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +46.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: unverändert bei 7,4 Prozent.



Nach einem Rückgang um den Jahreswechsel herum hat die Förderung der beruflichen Weiterbildung wieder deutlich zugenommen, gegenüber Januar 2013 um fast 47 %. Diese Tendenz ist, sollte sie sich verstetigen, genau die richtige Antwort auf den inzwischen überall zu spürenden Fachkräftemangel."Es muss jetzt mehr Geld in die Hand genommen werden, um auch diejenigen qualifizieren zu können, die dem Arbeitsmarkt bislang nicht zur Verfügung stehen", kommentierte der BBBVorsitzende Thiemo Fojkar die heutigen Zahlen.

Donnerstag, 31. Januar 2013

EGILIA informiert: Arbeitsmarkt im Januar 2013



„Die ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben auf dem Arbeitsmarkt nur wenige Spuren hinterlassen. Der aktuelle Anstieg der Arbeitslosigkeit hat rein saisonale Gründe.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz. Dies geht aus der nachfolgenden Presseinformation der Bundesagentur für Arbeit hervor.

 

  •     Arbeitslosenzahl im Januar: +298.000 auf 3.138.000
  •     Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +54.000
  •     Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: +0,7 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent



Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit



Im Zuge der Winterpause ist die Zahl der arbeitslosen Menschen von Dezember auf Januar um 298.000 auf 3.138.000 gestiegen. Eine Zunahme der Arbeitslosigkeit in dieser Größenordnung ist im Januar üblich, sie fiel in diesem Jahr aber schwächer aus als in den vergangenen Jahren. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat daher um 16.000 zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr waren 54.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet.



Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen, belief sich im Januar 2013 auf 4.026.000 Personen. Das waren 78.000 weniger als vor einem Jahr. Dass die Unterbeschäftigung im Vorjahresvergleich – im Gegensatz zur Arbeitslosigkeit – weiter gesunken ist, hängt auch damit zusammen, dass weniger Menschen an arbeitsmarktpolitischen Programmen teilnehmen. Insbesondere die Förderung der Selbständigkeit ist zurückgegangen.



Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im Dezember 2,25 Millionen und die Erwerbslosenquote lag bei 5,3 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung



Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren im Januar 1.121.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Januar 2012 ergibt sich ein Anstieg von 110.000. Damit liegt die Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung seit acht Monaten über dem Vorjahresniveau. Insgesamt 1.022.000 Personen erhielten im Januar Arbeitslosengeld; 73.000 mehr als vor einem Jahr.

Entwicklung in der Grundsicherung



Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung (SGB II) lag im Januar bei 4.375.000. Gegenüber Januar 2012 war dies ein Rückgang von 94.000 Personen. 8,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter sind hilfebedürftig. In der Grundsicherung waren 2.017.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 56.000 weniger als im Vorjahr. Dass ein Großteil der Arbeitslosengeld II-Bezieher nicht arbeitslos gemeldet ist, liegt daran, dass diese Personen erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung



Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vorjahresvergleich zugenommen, allerdings wird der Vorjahresabstand erkennbar kleiner. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im Dezember gegenüber dem Vorjahr um 289.000 auf 41,81 Millionen gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm nach der Hochrechnung der BA im November um 365.000 auf 29,39 Millionen Personen zu. Die sozialversicherungs­pflichtige Beschäftigung wächst außer im Saarland und in Sachsen-Anhalt in allen Bundesländern und in den meisten Branchen – vor allem bei den Wirtschaftlichen Dienstleistungen (ohne Zeitarbeit), im Verarbeitenden Gewerbe und im Gesundheits- und Sozialwesen. Vor allem in der Zeitarbeit liegt die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigen deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Arbeitskräftenachfrage



Die gemeldete Nachfrage nach Arbeitskräften ist tendenziell rückläufig, liegt aber nach wie vor auf hohem Niveau. Im Januar waren 405.000 Arbeitsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, das sind 47.000 weniger als vor einem Jahr. Besonders gesucht sind zurzeit Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau, Verkehr und Logistik sowie Verkauf und Gesundheit. Der Stellenindex der BA, der BA-X, stieg um einen Punkt auf 158 Punkte. Gegenüber dem Vorjahr liegt er um 21 Punkte im Minus.



 

Montag, 7. Januar 2013



Die Situation auf dem Arbeitsmarkt hat sich im letzten Monat des abgelaufenen Jahres verschlechtert. Im Dezember waren 2,84 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet - 60.000 mehr als noch im November. Die Arbeitslosenquote stieg auf 6,7 Prozent, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) bekannt gab. "Der Arbeitsmarkt reagierte auch zum Jahresende robust auf die wirtschaftliche Eintrübung", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise in Nürnberg. "Spuren sind aber sichtbar."



Beschäftigungsrekord im abgelaufenen Jahr



Bezogen auf das Gesamtjahr 2012 präsentierte sich der Arbeitsmarkt aber noch einmal in Hochform: Die Zahl der erwerbslos gemeldeten Menschen war 2012 so niedrig wie zuletzt 1991. Mit rund 41,5 Millionen Erwerbstätigen gab es einen Beschäftigungsrekord. Dabei ist allerdings zu beachten, dass viele geschaffene Arbeitsplätze im Niedrigstlohnbereich bzw. befristet sind.



In den kommenden Monaten rechnen Konjunkturforscher mit einer "Delle" bei der Arbeitsmarktentwicklung. "Angesichts eingetrübter Konjunkturerwartungen zeigen sich die Unternehmen insgesamt vorsichtiger, was Neueinstellungen angeht", kommentierte die Bundesagentur die Zahlen. Im langjährigen Vergleich liege die Arbeitskräftenachfrage aber immer noch auf einem hohen Niveau, betonte die Nürnberger Behörde. Großen Arbeitskräftebedarf signalisiere die Zeitarbeitsbranche, aus der rund jede dritte gemeldete Arbeitsstelle komme.



Förderung der beruflichen Weiterbildung



Nicht ganz unerwartet gingen die Eintrittszahlen in von der BA geförderte berufliche Qualifizierungsmaßnahmen im Dezember gegenüber November 2012 deutlich zurück (insgesamt um gut 14 %), im Bereich des SGB II (Langzeitarbeitslose) noch stärker als im Rechtskreis SGB III:

Im Jahresdurchschnitt begannen 2012 monatlich ca. 26.500 Personen eine berufliche Fortbildung; der jahresdurchschnittliche Teilnehmerbestand lag mit knapp 148.000 Personen um fast 18 % unter dem Durchschnittswert des Jahres 2011 (knapp 180.000). Dies setzt den Abwärtstrend fort, der seit 2009 sichtbar ist.



"Der BBB wird sich auch 2013 wieder für mehr Kontinuität in der Förderung der beruflichen Weiterbildung einsetzen. Dies ist aus unserer Sicht und angesichts einer Arbeitskräftenachfrage "auf hohem Niveau" das nach wie vor sinnvollste Arbeitsmarktinstrument“, kommentierte BBB-Geschäftsführer Horst Palik in Berlin.

Mittwoch, 19. Dezember 2012

EGILIA informiert: Mitarbeitersuche per Smartphone



Personalchefs setzen bei der Suche nach geeigneten Bewerbern zunehmend auf mobile Geräte wie Smartphones und Tablet Computer. Dies geht aus der nachfolgenden Presseinformation des Branchenverbands BITKOM hervor. Dieses so genannte „Mobile Recruiting“ wird bereits von mehr als der Hälfte der Unternehmen (57 Prozent) eingesetzt. An der Spitze stehen dabei mobile Angebote für soziale Netzwerke wie Facebook oder Google+ mit 34 Prozent, gefolgt von Business-Netzwerken wie Xing oder LinkedIn mit 29 Prozent. Spezielle mobile Karriere-Webseiten nutzt ein Viertel der Unternehmen (24 Prozent), eigene Apps setzt jedes Sechste (17 Prozent) ein. Das ist das Ergebnis einer Studie der Bitkom Research GmbH im Auftrag von LinkedIn. „Die Kernzielgruppen vieler Personalchefs sind häufig per Smartphone oder Tablet Computer im Internet unterwegs“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Jetzt werden neue Mitarbeiter auch über das mobile Internet gesucht und gefunden.“



Unterschiede bei der Nutzung gibt es zwischen den Branchen. Während in der Industrie soziale Netzwerke und Business-Netzwerke mit 32 Prozent bei der Nutzung gleichauf liegen, haben im Handel die sozialen Netzwerke klar die Nase vorn: Jedes zweite Unternehmen (50 Prozent) nutzt diese Dienste für Mobile Recruiting, ein knappes Viertel (24 Prozent) setzt auf Business-Netzwerke.



Hauptzielgruppen für das Mobile Recruiting sind Fach- und Führungskräfte. Jeder zweite Personalverantwortliche (53 Prozent) glaubt, dass für diese Bewerber mobile Angebote besonders geeignet sind. Studenten und Hochschulabsolventen liegen mit 48 Prozent knapp dahinter. 90 Prozent der Unternehmen halten die Ausschreibung von Stellen im IT- und Medienbereich über mobile Plattformen für sinnvoll. Geringer fällt die Zustimmung bei Verwaltungsaufgaben (80 Prozent) und anderen Dienstleistungen (77 Prozent) aus. Aber selbst bei handwerklichen Tätigkeiten oder der Fertigung liegt die Zustimmung noch bei über zwei Drittel (69 Prozent).



Dass die Unternehmen mit ihrer Einschätzung zum Mobile Recruiting die Erwartungen der Jobsuchenden treffen, zeigt auch eine Nutzerbefragung. Potenzielle Bewerber erwarten demnach vor allem von Unternehmen aus der Hightech-Branche sowie der Kreativ- und Medienbranche mit jeweils 63 Prozent Stellenangebote auf mobilen Geräten. Aber auch in den übrigen Dienstleistungsbranchen (34 Prozent), der Verwaltung (33 Prozent) sowie in Industrie und Handwerk (30 Prozent) werden mobile Stellenausschreibungen erwartet. „Auf Dauer wird sich keine Branche dem Trend entziehen können, auch mobil um die besten Fachkräfte zu werben. Wer rechtzeitig auf mobile Angebote setzt, ist der Konkurrenz im Wettbewerb um die besten Köpfe einen entscheidenden Schritt voraus“, so BITKOM-Präsident Kempf.



Methodik: Im Auftrag des Karrierenetzwerks LinkedIn hat die Bitkom Research GmbH 500 Unternehmen in Deutschland mit mehr als 50 Beschäftigten sowie 700 Erwerbstätige und Studierende in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft sowie für die befragten Erwerbstätigen und Studierenden.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Weiterbildung gegen Fachkräftemangel

Fachkräftemangel durch verstärkte effektive Fort- und Weiterbildung zum Teil vermeidbar

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung beschäftigt sich in dem aktuellen Forschungsbericht "Fachkräfte und unbesetzte Stellen in einer alternden Gesellschaft" mit dem prognostizierten Fachkräftemangel. Dabei werden besonders die betrieblichen Perspektiven analysiert, mit denen gegenwärtigen oder zukünftigen Problemen bei Stellenbesetzungen entgegengewirkt werden kann.



Nach Ansicht der Forscher/innen wäre ein „vermeintlicher Fachkräftemangel“ mit dem vorhandenen Bewerberpotenzial zum Teil vermeidbar - betrachtet man die vom potenziellen Mitarbeiter ausgeübten Tätigkeiten und nicht die berufliche Formalqualifikationen. Die Autoren/ innen fordern daher: „Die Durchlässigkeit zwischen der Ausrichtung der Ausbildung und der tatsächlichen Tätigkeit muss durch eine verstärkte effektive fachliche Fort- und Weiterbildung und eine geringere Fixierung des Betriebs auf formale Qualifikationen erhöht werden. Die Debatte um den Fachkräftemangel ist also nicht nur eine akademisch höchst spannende, sondern auch eine höchst politische Debatte."¹



Die betriebliche Weiterbildung ist neben der Ausbildung die zweite Säule zur Deckung des Fachkräftebedarfs der Betriebe. Die Weiterbildungsbeteiligung der Unternehmen hat nach einer kurzen Unterbrechung während der Finanzkrise weiter zugenommen. 2011 haben 53 % aller befragten Betriebe Aktivitäten im Bereich der beruflichen Weiterbildung entwickelt.

¹IAB-Forschungsbericht 13/2012: http://doku.iab.de/forschungsbericht/2012/fb1312.pdf, S. 11.

Donnerstag, 29. November 2012

EGILIA informiert: Arbeitsmarkt im November 2012



Stagnation auf dem Arbeitsmarkt - deutlich weniger berufliche Qualifizierungen

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im November um 2.000 auf 2.751.000 gesunken. Das waren 38.000 mehr als vor einem Jahr, teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg heute mit. Dies geht aus der nachfolgenden Presseinformation des BBB hervor. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 6,5 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 6,4 Prozent gelegen. Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sagte: "Der Arbeitsmarkt reagiert auf die nachlassende konjunkturelle Dynamik robust."

Deutlicher Rückgang bei FbW

Die Neueintritte in geförderte berufliche Weiterbildungsmaßnahmen (FbW) nahmen im November gegenüber dem Vormonat deutlich, nämlich um fast 30 %, ab (42.160 im Oktober gegenüber 29.600 im November). Durch die relativ hohen Eintrittszahlen der beiden vorhergehenden Monate stieg der Teilnehmerbestand trotzdem noch einmal leicht an.

BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker erklärte angesichts der neuen Arbeitsmarktzahlen, "dass die Arbeitslosigkeit tendenziell ansteigen wird - und nicht nur wegen des bevorstehenden Winters". Gerade bei einer solchen Prognose ist es nach Meinung des BBB wichtig, mit geeigneten Instrumenten der aktiven Arbeitsmarktpolitik gegenzusteuern. Das effektivste Mittel ist FbW, „allerdings zeigt gerade hier die Entwicklung zum Jahresende in die falsche Richtung“, meint BBB-Geschäftsführer Horst Palik.