Um seine Position als High-Tech-Nation halten zu können, ist gut ausgebildeter Nachwuchs der Grundstein. In den USA werden Kindergärten in einzelnen Staaten in den nächsten Monaten mit iPads ausgestattet. In den meisten Staaten bekommen Schüler einen Laptop gestellt. Inwieweit ein Nutzen aus der technischen Ausstattung entsteht, werden die nächsten Monate zeigen. Die Erzieher haben schon vorab ein Tablet zum Üben bekommen.
In Deutschland muss das Selbstverständnis in den Bereichen IT und Medienkompetenz erhöht werden und Politiker sind gefragt, um Rahmenbedingungen zu schaffen. Da sich die Politik meist hinter komplizierten und kostspieligen Prozessen versteckt, hat es sich der Softwarekonzern Microsoft zur Aufgabe gemacht, die IT-gestützte Bildung weiter Voran zu treiben.
Somit wird Microsoft in den kommenden drei Jahren Projekte unterstützen, die IT-Innovationen für die Lösungen gesellschaftlicher Herausforderungen bieten. Dazu hat es mit Unterstützung von der Bundeskanzlerin Angela Merkel die Initiative „Chancenrepublik Deutschland“ ins Leben gerufen. Hierdurch sollen die nächsten drei Jahre mindestens dreißig Pilotprojekte deutschlandweit unterstützt und zum Teil auch selbst initiiert werden. Einer dieser Themenschwerpunkte ist Bildung. Auf der diesjährigen CeBIT in Hannover, wurden die ersten zwei Piloten die umgesetzt werden sollen, vorgestellt. Zum einen das Projekt namens „Talentmobil Berlin“ und das Caritas-Projekt „Computer für alle“ aus Mainz. Beide versuchen durch Vermittlung von IT-Kenntnissen, die Möglichkeiten junger Menschen am Arbeitsmarkt zu erhöhen.
Das Projekt „Talentmobil Berlin“, das von Microsoft mit 100.000 Euro gefördert wird, hat es sich zum Ziel gemacht Jugendlichen wichtige IT-Kenntnisse zu vermitteln, als auch Talente und Fähigkeiten besser zu erkennen und zu fördern. Der Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung des Landes Berlin, Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, ist Schirmherr für dieses Projektes, was dessen Bedeutung unterstreicht.
Den Handlungsbedarf im Bildungsbereich belegt auch eine repräsentative Bildungs-Umfrage von TNS Infratest im Auftrag von Microsoft Deutschland, die der BildungsSpiegel zitiert: 70 Prozent der Befragten halten eine stärkere Einbindung von Informationstechnologie im Unterricht für wichtig. Zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass unser Bildungssystem die Anforderungen der modernen Arbeitswelt nicht genügend berücksichtigt.
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