Der Druckerhersteller Lexmark stellte in einer Pressemitteilung fest, dass die Papierverschwendung in Europa zunimmt:
Laut einer europaweiten Studie, die von Ipsos im Auftrag des Druckerherstellers Lexmark durchgeführt wurde, bleibt die Anzahl der Ausdrucke im Büro mit 31 Seiten pro Mitarbeiter und Tag auf gleichbleibend hohem Niveau und hat sich in den letzten Jahren europaweit kaum verändert. Im Gegensatz dazu stieg die Anzahl der unnötig gedruckten Seiten von 2007 bis 2009 von durchschnittlich sechs auf sieben Seiten pro Mitarbeiter und Tag. Die Studie belegt, dass es weiterer Maßnahmen bedarf, damit europäische Unternehmen ihren Papierverbrauch nachhaltig reduzieren können.
Die wichtigsten Ergebnisse der Studie in Kürze:
- Die Anzahl der im Büro gedruckten Seiten bleibt mit 31 Seiten pro Mitarbeiter und Tag weiterhin hoch und hat sich seit 2007 europaweit kaum verändert.
- Die Papierverschwendung, also die Anzahl unnötiger Ausdrucke, ist von durchschnittlich sechs Seiten pro Mitarbeiter und Tag im Jahr 2007 auf aktuell sieben Seiten täglich gestiegen.
- Je größer das Unternehmen, desto höher ist die Anzahl durchschnittlich gedruckter Seiten pro Mitarbeiter.
- Über die Hälfte der Befragten (53 Prozent) sind der Meinung, dass in ihrem Büro unnötig Papier bedruckt wird.
- Knapp ein Viertel der Befragten (23 Prozent) sucht die Schuld nicht bei sich selbst, sondern macht Kollegen für den hohen Papierverbrauch durch unnötiges Drucken verantwortlich.
Papierverbrauch bleibt auf hohem Niveau
In den letzten Jahren hat sich das Druckverhalten in Europa nur wenig verändert. Die Anzahl der durchschnittlich pro Mitarbeiter gedruckten Seiten beläuft sich auf 31 Seiten pro Tag - das entspricht exakt den Angaben der Studie von 2007.
Mit durchschnittlich 39 beziehungsweise 40 Seiten pro Tag drucken italienische und deutsche Mitarbeiter am meisten. Den effektivsten Ansatz beim Thema Drucken scheinen die Schweden gefunden zu haben: gerade einmal 18 Seiten im Schnitt druckt ein Mitarbeiter pro Tag.
Anzahl an Seitenausdrucke pro Mitarbeiter und Tag
Die Studie belegt, dass europäischen Büroangestellten die Konsequenzen ihres Druckverhaltens zu wenig bewusst sind. Je besser der Mitarbeiter seine spezifischen Druckanforderungen kennt, desto produktiver kann er arbeiten. Gleichzeitig verbessert das Unternehmen die Umweltbilanz und senkt die Kosten.
Lexmark analysiert weltweit die vorhandene Drucker-Infrastruktur von Unternehmen und prüft die Konzernrichtlinien für den Umgang mit Druckern und Multifunktionsgeräten, um anschließend durch geeignete Managed Print Services-Strategien sowohl die Kosten zu senken als auch die Umweltbilanz des Unternehmens zu verbessern. Grundsätzlich empfiehlt der Drucker-Experte Unternehmen einen vierstufigen Ansatz für eine schnelle und effiziente Realisierung der Einsparungen:
- dokumentenbasierte Arbeitsprozesse optimieren
- Drucker-Infrastruktur konsolidieren
- Einsatz von Verbrauchsmaterialien optimieren
- Umwelteinfluss reduzieren
„Lexmark verfügt nachweislich über umfangreiche Erfahrungen in vielen verschiedenen vertikalen Märkten, weil wir den Mehrwert für unsere Kunden verstehen. Wir unterstützen sie dabei, ihre Effizienz zu erhöhen und gleichzeitig die Kosten und den Umwelteinfluss zu reduzieren”, sagt Mike R. Rüschenbaum, Vice President und General Manager Europa, Mittlerer Osten und Afrika bei Lexmark. „Unser Ansatz ‘Weniger drucken – Mehr sparen’ hilft Firmen wie BASF, Kingfisher, Rhodia und Rexel dabei, die Effizienz und Effektivität ihrer Druckstrategie zu optimieren.“
Ein Blick in die unterschiedlichen Branchen verdeutlicht die Notwendigkeit, das Druckverhalten an die entsprechenden Geschäftsprozesse anzupassen: Hier ist der öffentliche Sektor als Beispiel für den geringsten Papierverbrauch aller Industriebereiche zu nennen. Im Jahresvergleich verzeichnet nur die Dienstleistungsbranche eine rückläufige Anzahl an gedruckten Seiten, von 36 Seiten im Jahr 2007 auf durchschnittlich 33 Seiten im Jahr 2009.
Wie bereits die Studie aus dem Jahr 2007 verdeutlicht korreliert die Unternehmensgröße mit der Anzahl der gedruckten Seiten pro Mitarbeiter - je größer das Unternehmen, desto höher der Papierverbrauch pro Kopf. Da die Kontrolle des Druck-Outputs mit zunehmender Unternehmensgröße schwieriger wird, unterstützt die Einführung von Managed Print Services Unternehmen dabei, durch die Optimierung des Druckverhaltens jedes einzelnen Mitarbeiters sowohl die Kosten als auch den Einfluss auf die Umwelt zu senken.
Europas größte Papierverschwender
Während der Papierverbrauch größtenteils unverändert blieb, zeigen sich deutliche Veränderungen in der Verschwendung von Papier.
Unnötig gedruckte Seiten pro Mitarbeiter und Tag, sortiert nach Land
In den beiden letzten Jahren hat sich europaweit die Anzahl an unnötig gedruckten Seiten von sechs auf sieben Seiten pro Tag und Mitarbeiter erhöht. Demnach erkennen europäische Mitarbeiter noch immer nicht die Notwendigkeit eines verantwortlichen Umgangs mit Papierausdrucken.
Dieses fehlende Bewusstsein scheint besonders ausgeprägt bei Büroangestellten in Italien, Deutschland, Spanien und Großbritannien zu sein. Im Vergleich zu ihren europäischen Nachbarn produzieren diese Länder die meisten unnötigen Ausdrucke. Lediglich in Frankreich und Schweden ist die Anzahl an verschwendeten Seiten pro Mitarbeiter im Vergleich zu 2007 gesunken.
Das Ausmaß der Papierverschwendung hängt wiederum mit der Unternehmensgröße zusammen. Angestellte in Firmen mit weniger als zehn Mitarbeitern verbrauchen nicht nur am wenigsten Papier, sondern neigen auch dazu, weniger davon zu verschwenden - in kleinen Unternehmen sind es lediglich 19 Prozent der Ausdrucke im Vergleich zu 21 Prozent in großen und 23 Prozent in mittelgroßen Betrieben.
Mich trifft keine Schuld
Ein wichtiger Faktor für den erhöhten Papierverbrauch von europäischen Büroangestellten liegt in der Wahrnehmung des eigenen Druckverhaltens. Zwar stieg die Papierverschwendung insgesamt betrachtet leicht an, jedoch gaben nur 23 Prozent der Befragten zu (sogar weniger als 2007 – da waren es noch 27 Prozent), mehr unnötige Ausdrucke zu produzieren als vorher. Die große Mehrheit hingegen sucht die Schuld für unnötige Ausdrucke bei den Kollegen.
Die Einschätzung von Mitarbeitern über das Druckverhalten der Kollegen
(% derer die sagen, dass ihre Mitarbeiter unnötige Ausdrucke produzieren)
Das gleiche Phänomen, dass Wahrnehmung und Realität nicht übereinstimmen, zeigt sich auch auf Länderebene. 36 Prozent der europäischen Angestellten nennen Schweden als das Land mit der umweltfreundlichsten Bevölkerung beim Thema Drucken am Arbeitsplatz. Dieser Wert liegt bedeutend höher als bei anderen Ländern, so wird Spanien nur von drei Prozent und Italien von zwei Prozent genannt.
Gleichzeitig gaben 22 Prozent der befragten Schweden an, dass sie unnötige Ausdrucke produzieren würden. Auch 22 Prozent der Spanier und etwas weniger Italiener (19 Prozent) trafen diese Aussage.
Diese Angaben belegen, dass die umweltfreundlichsten Länder die sind, in denen die Mitarbeiter ihr eigenes Verhalten selbstkritisch hinterfragen.
Aus deutscher Sicht
Wurden noch vor zwei Jahren 36 Seiten pro Mitarbeiter und Tag in deutschen Büros gedruckt, so ist die Seitenanzahl heute auf bereits 40 Seiten pro Mitarbeiter und Tag gestiegen. Auch die Anzahl unnötig gedruckter Seiten ist von sechs auf zehn pro Mitarbeiter und Tag angewachsen.
Deutschland wird von 18 Prozent der europäischen Angestellten als das Land betrachtet, dessen Bevölkerung den Umwelteinfluss beim Drucken in ihrem Verhalten am meisten berücksichtigt. Damit rangieren wir nach Schweden (36 Prozent) auf dem zweiten Platz, noch vor Holland (12 Prozent).
Zusammenfassung
Während das Druckvolumen europaweit in den letzten Jahren auf konstantem Niveau nahezu stagniert, hat die Anzahl der unnötig gedruckten Seiten zugenommen.
Viele Mitarbeiter sehen keine Notwendigkeit darin, unnötige Ausdrucke zu vermeiden. Deshalb bedarf es einer besseren Unterstützung, damit diese sich der Konsequenzen ihres Druckverhaltens bewusst werden. Wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter dabei unterstützen weniger zu drucken, können sie die Kosten signifikant senken und gleichzeitig ihre Umweltbilanz verbessern.
Methodik
Ipsos führte die Studie mit 6.601 Mitarbeitern aus zehn europäischen Ländern und den Vereinigten Arabischen Emiraten durch, um deren Druckverhalten zu untersuchen. Die Befragung wurde vom 23. Juli bis 24. August 2009 online durchgeführt. Dazu wurde eine repräsentative Umfrage unter Büroangestellten aus den folgenden Ländern gemacht: Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Italien, Spanien, Schweden, Ungarn, Niederlande, Polen, Österreich und Vereinigte Arabische Emirate.
EGILIA integriert soziale und umweltschonende Bemühungen in die Geschäftsabläufe und die Beziehungen mit Geschäftspartnern, nicht nur um den gesetzlichen Verpflichtungen vollkommen nachzukommen, sondern verfolgt darüber hinaus auch das Ziel, in der Gewissheit, dass diese Anstrengungen sich langfristig auszahlen, in Personal und in Ökologie zu investieren.
EGILIA hat eine Charta der nachhaltigen Entwicklung aufgestellt, die auf drei Aufgabenfelder baut: Umweltbewusstsein, soziale Gerechtigkeit und ökonomische Effizienz.
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