Ein junger Mitarbeiter hat sich durch Fachkompetenz, Leistung und Einsatzbereitschaft über einen längeren Zeitraum ausgezeichnet. Die Vorgesetzten haben das erkannt und befördern ihn zu Team- oder Abteilungsleiter. Voller Euphorie geht die frischgebackene Führungskraft an die neuen Aufgaben und strukturiert zentrale Prozesse neu. Daraufhin stürzt er sich auf die Optimierung des Budgets, um bei seinen Vorgesetzten Punkte zu sammeln. Seine Mitarbeiter sind anfänglich hochmotiviert und ziehen mit. Nach wenigen Wochen flaut die Motivation aber deutlich ab und die Produktivität der Abteilung sinkt signifikant. Woran liegt das?
Derlei Szenarien beschreibt Andreas Wollny in seinem Bericht „Wie Sie erfolgreich starten“ in der Welt als immer wieder vorkommende Prozesse. Als Gründe dafür nennt er, dass die neue Führungskraft sein Team nicht mit einbezieht, mit ihnen eine Vision teilt und deren Erfahrung nutzt. Zunächst sollte der neue Teamleiter mit seiner Mannschaft den Status Quo definieren, um daraufhin gemeinsam Änderungen und Verbesserungen zu vereinbaren. Auf dem neuen Weg müssen die jeweiligen Rollen konkret verteilt und deren Aufgaben exakt determiniert werden. Das geschieht idealerweise in zwei Schritten: Zum einen wird Allgemeines in der Gruppe besprochen, Individuelles in persönlichen Gesprächen. Der Erfolg einer Führungskraft wird durch die Leistung seiner Mitarbeiter bestimmt. Dieser kausale Zusammenhang ist Vielen nicht klar.
Wollny zitiert folgende Tagesaufteilung für Führungskräfte: 40% Führung, 40% Steuerung, 20% Fachliches. Zu Führungs- und Steuerungsaufgaben zählen vor allem Mitarbeitergespräche. Hierbei sollte immer besprochen wie vorgegebene Ziele erreicht werden. Mitarbeiter, die in Entscheidungsprozesse einbezogen werden, sind motivierter, fühlen sich gebraucht . Mitarbeiter hingegen, die sich nicht beachtet, geschätzt oder gar entbehrlich fühlen, zeigen weniger Engagement oder fallen nurmehr durch erhöhte Fehlzeiten auf.
Auf welt.de wurden 5 Tipps für gute Führung zusammengetragen:
Rüstzeug erwerben
Viele Chefs sind Fachkräfte, die nach oben befördert wurden. „Einige besitzen aber keine Führungspersönlichkeit", sagt Jürgen W. Goldfuß, Berater und Autor des Buches „Endlich Chef – was nun?" Und einfach nur darauf zu vertrauen, dass alle das machen, was man will – „das funktioniert nicht." Man solle sich gut überlegen, ob man diese Führungsposition auch wirklich wolle. „Denn die Mitarbeiter erwarten eine authentische Führungskultur." Das Rüstzeug zum Chef muss man sich aber vorher holen. „Denn woher soll man nun wissen, was richtig und was falsch ist?"
Für gutes Klima sorgen
„Entwickeln und verbessern Sie Ihren eigenen Führungsstil", sagt Jürgen W. Goldfuß. „Sorgen Sie dafür, dass Menschen gerne zur Arbeit gehen und sich am Arbeitsplatz wohlfühlen." Dadurch profitierten am Ende alle.
Vorbild sein
Mitarbeiter wollen an ihrem Arbeitsplatz auch Spaß haben. Eine Führungskraft ist Vorbild für die Mitarbeiter und sollte mit Freude ihrer Arbeit nachgehen.
Freiräume lassen
Ein guter Chef ist erster Dienstleister für seine Mitarbeiter. Er muss ihnen Freiräume schaffen, damit sie in Ruhe arbeiten zu können. „Er kann zwar das Ziel vorgeben, aber es sollte ihm gleich sein, wie es erreicht wird", mein Jürgen W. Goldfuß.
Kritik einfordern
Wenn sich Mitarbeiter frei entwickeln können, hat auch die Führungskraft mehr Freiräume. Die braucht sie, um die Aufgaben, für die sie bezahlt wird, erledigen zu können. „Führen ist ein anderes Geschäft als normales Arbeiten", sagt Jürgen W. Goldfuß. Um gut zu sein, solle man die Kritik der Mitarbeiter einfordern. „Leider ist es immer noch so, dass die meisten lieber durch Lob ruiniert als durch Kritik weitergebracht werden wollen." Auch den Mitarbeitern gegenüber solle man sich mit Lob und Kritik nicht zurückhalten. Hier gilt das richtige Maß. „Und zeigen Sie ihnen immer, dass Sie hinter ihnen stehen – auch wenn etwas schief läuft", sagt der Berater. Das sei wichtig, weil Mitarbeiter heutzutage wesentlich mehr Risikobereitschaft zeigen müssten. „Und vergessen Sie nicht, auch mal über sich selber zu lachen!" Denn „Humor ist kein Verbrechen an der Firmenkultur."
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EGILIA wünscht Ihnen einen erfolgreichen Start auf jeder neuen Stufe der Karriereleiter!
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