Für jedes Weiterbildungsziel gibt es einen Grund, ein individuelles Motiv. Der Wille und Antrieb, dieses Ziel zu erreichen, ist die Motivation. Motive wie Neugier oder Interesse kommen aus dem Einzelnen selbst und erzeugen intrinsische Motivation. Mehr Geld, Anerkennung, Gruppenzwang oder Belohnungen im Allgemeinen stehen für extrinsische Motivation, Anreize, die von außen kommen.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Erreichen des Lernziels ist also, die individuellen Motive zu erkennen und die Motivation dementsprechend zu steigern. Der Dozent oder Trainer kann die Teilnehmer dabei unterstützen und sich dadurch auch selbst motivieren.
Grundregeln für einen motivierenden Unterricht
Der Universitätsdozent und Management-Berater Alasdair White hat in „Managing for Performance, How to Get The Best Out of Yourself and Your Team“ (BCA Publishers Ltd., London 1995, p. 179) einige Grundregeln für Team-, Projekt- oder Abteilungsleiter und deren Mitarbeiter aufgestellt, die adaptiert auch für Trainer oder Dozenten und Teilnehmer gelten:
- 1. Um Teilnehmer motivieren zu können, muss man selber motiviert sein.
- 2. Motivation erfordert eine gemeinsame Zielsetzung.
- 3. Motivation erfolgt in zwei Schritten: Im ersten werden die persönlichen Ziele identifiziert und festgelegt, im zweiten wird aufgezeigt, wie man diese erreichen kann bzw. welche Strategien zum Erfolg führen können.
- 4. Motivation bleibt nie konstant. Sie muss während des gesamten Arbeits- und Lernprozesses erneuert und gestärkt werden.
- 5. Motivation benötigt Anerkennung des Geleisteten, aber auch konstruktive Kritik.
- 6. Teilnehmer werden zusätzlich motiviert, wenn Sie bei der Ausrichtung des Seminars mitbestimmen können.
- 7. Feedback ist so oft wie möglich zu geben und stets angebracht: Einsicht in eigene Erfolge motiviert.
- 8. Wettbewerb motiviert nur dann, wenn man auch die Chance zum Gewinnen hat.
- 9. In Jedem steckt Motivation (in welcher Ausprägung auch immer) für spezielle Dinge. Dies sollte herausgefunden und genutzt werden.
- 10. „Wir-Gefühl“ motiviert.
Tipps für eine erfolgreiche Prüfungsvorbereitung
Dafür entwickelt jeder eigene Strategien, die nützlich erscheinen oder bereits zu Erfolgen geführt haben. Auf der Seite arbeits-abc.de wurden „10 Tipps für eine erfolgreiche Prüfungsvorbereitung“ zusammengetragen, die sowohl zur Lernmotivation aber auch zur Vermeidung von Frust (Demotivation) dienen können:
1. Lernziele setzen
Grundsätzlich gilt beim Lernen das Doppel-W-Prinzip, d.h. man muss WISSEN, WARUM man lernt, um sich selbst motivieren zu können, WAS man lernt, um den Überblick nicht zu verlieren, WANN man lernt, um nicht unter Zeitdruck zu geraten, und WIE man am besten lernt, um gezielt vorgehen zu können. Denn wirklich lernen kann man nur das, was man auch wirklich lernen will.
2. Selbstmotivation
Zwar interessieren einen bei der Prüfungsvorbereitung meist manche Themen mehr und andere weniger, aber schließlich will man mit der Prüfung ja ein persönliches Ziel erreichen. Dies sollte man sich immer wieder bewusst machen. Zur Selbstmotivation beitragen kann es jedoch auch, wenn man sich zum Beispiel für erreichte Lernziele selbst belohnt (z. B. ins Kino gehen, sich etwas Schönes kaufen).
3. Abwechslung beim Lernen
Um die Lernmotivation aufrechterhalten zu können, kann es zusätzlich hilfreich sein, nicht immer nur in der gleichen Weise zu lernen. So bietet es sich an, nebenbei Musik zu hören, sich den Lernstoff während eines kurzen Spaziergangs aufzusagen, es sich draußen auf dem Balkon gemütlich zu machen, abends noch kurz im Bett zu lesen oder sich mit anderen Lernenden zusammenzutun. Der Phantasie sind da wenig Grenzen gesetzt – Hauptsache, man hat Spaß dabei.
4. Arbeitsplatzgestaltung
Wer viel hinter dem Schreibtisch bzw. am PC sitzt, sollte auf eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung achten (z. B. höhenverstellbarer Stuhl und Schreibtisch) und dafür sorgen, dass der Raum ausreichend beleuchtet, angemessen temperiert, gut belüftet und vor Störungen von außen abgeschirmt ist. Dies alles sowie regelmäßiges Trinken hilft dabei, körperlichen und psychischen Stress während des Lernens zu vermeiden und die Leistungsfähigkeit zu steigern.
5. Realistische Arbeitsplanung
Vor allem, wenn bei Prüfungsvorbereitungen viel zu lernen ist, muss man oft auch „Mut zur Lücke“ haben und Prioritäten bezüglich des Lernstoffs setzen, um sich nicht in Details zu verlieren. Dabei empfiehlt es sich, Tages- oder Wochenpläne aufzustellen, in denen genau festgehalten ist, was man bis wann erledigt haben möchte, und anhand derer man die eigenen Ergebnisse immer wieder kontrollieren kann.
6. Die eigene Leistungsfähigkeit beachten
Beim Lernen selbst ist es wichtig, den eigenen „Leistungsrhythmus“ zu beachten: Dieser ist individuell unterschiedlich, bei den meisten Menschen ist aber die Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit zwischen 9 und 10 Uhr sowie zwischen 16 und 20 Uhr am höchsten.
7. Pausen machen
Zudem sollten nur etwa 60 Prozent der vorgesehenen Lernzeit bei der Prüfungsvorbereitung mit Lernaktivitäten verplant werden, so dass genug Zeit für Erholungspausen (mindestens alle 30 Minuten ca. 5 Minuten lang) und „Pufferzonen“ für unvorhergesehene Ereignisse oder spontane Einfälle bleiben.
8. Lesestrategien
Oft müssen viele Texte für eine Prüfung gleichzeitig gewälzt werden. Deshalb ist es empfehlenswert, schrittweise an den „Arbeitsberg“ heranzugehen – beispielsweise mit der BASIS-Methode: Dabei nimmt man sich einen Text nach dem anderen heraus und blättert (B) ihn zunächst einmal zur groben Orientierung durch. Anschließend versucht man, die wesentlichen Abschnitte auszuwählen (A), indem man nach Schlüsselwörtern sucht (S). Die gefundenen Abschnitte liest man anschließend nochmals intensiv (I) durch und stellt sich dazu Fragen, um das Gelernte im Gedächtnis zu speichern (S).
9. Gelerntes vertiefen
Reines Auswendiglernen ist meist nur bei einfachen Fakten, Formeln oder Vokabeln hilfreich; komplexere Informationen müssen auch mental verarbeitet und verstanden werden. Unterstützen kann man dies zum Beispiel, indem man versucht, den Lernstoff mit anderen Inhalten in Verbindung zu bringen (z. B. Eselsbrücken bauen, eigene Beispiele ausdenken, verschiedene Textpassagen miteinander vergleichen und nach gemeinsamen Oberpunkten suchen).
10. Wiederholungstechniken
Im Gedächtnis sichern kann man Gelerntes aber nur, indem man es in regelmäßigen Abständen wiederholt – am besten mit unterschiedlichen Wiederholungstechniken (z. B. Umformulieren von Inhalten, Brainstorming oder Abfragenlassen). Dadurch kann sichergestellt werden, dass das Gelernte „flexibel“ bleibt, d.h. auch in der Prüfungssituation abgerufen werden kann.
Das gesamte EGILIA Service- und Trainerteam ist stets darum bemüht, alle Teilnehmer bestmöglich beim Erreichen Ihrer individuellen Lernziele zu unterstützen. Dazu gehört auch Ihre Lernmotivation zu steigern, denn: unsere Motivation ist Ihr Lernerfolg!
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