Dienstag, 31. Januar 2012

EGILIA informiert: Arbeitsmarkt im Januar 2012

 

In Deutschland sind wieder mehr als 3 Millionen Menschen ohne Arbeit. Die Zahl ist im Januar um 302.000 auf 3,082 Millionen gestiegen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) heute in Nürnberg bekannt gab. Im Vergleich zum Vorjahr aber haben

264.000 mehr Menschen einen Arbeitsplatz. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,7 Prozentpunkte auf 7,3 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 7,9 Prozent gelegen.



Als Gründe für den Anstieg der Arbeitslosenzahlen geben Arbeitsmarktexperten an, dass witterungsbedingt auf vielen Baustellen die Arbeit ruhe. Auch streiche der Handel nach dem Weihnachtsgeschäft im Dezember viele Stellen. Schließlich endeten

zum Jahresende viele befristete Verträge, was die Arbeitslosigkeit vorübergehend erhöhe.



Förderung der beruflichen Weiterbildung auf Rekord-Tief Trotz des Wirtschaftsaufschwungs haben es Langzeitarbeitslose weiterhin schwer, eine feste Anstellung zu finden. Nach der neuen Auswertungsmethodik der BA ("integrierte statistische Datenbasis") waren im Jahr 2011 durchschnittlich 1.056.000 Menschen länger als zwölf Monate arbeitslos.



Angesichts dieser gleich bleibend hohen Zahl ist es unverständlich, dass die BA offenbar eine Abnahme der "entlastenden Arbeitsmarktpolitik" betreibt. Allein im Bereich der Förderung der beruflichen Weiterbildung sank die Zahl der Neueintritte

im Januar dramatisch auf einen Wert ab, der 45 % unter dem des Januars 2011 liegt. Einen niedrigeren Wert gab es zuletzt vor fast sechs Jahren, nämlich im Februar 2006.



„Wenn diese Zahlen Ausdruck einer Entwicklung sind, die von den politisch Verantwortlichen so gewollt ist, dann akzeptiert man die bestehende Langzeitarbeitslosigkeit. Dies wäre gleichbedeutend damit, dass die in der Langzeitarbeitslosigkeit verharrenden mehr als eine Million Menschen aufgegeben und von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen würden. Mit dem Sozialstaatsgebot unseres Grundgesetzes ist dies schlicht und einfach unvereinbar!“ kommentierte BBB-Geschäftsführer Horst Palik.



Quelle: BBB

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