„Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich auch zum Jahresende 2011 positiv entwickelt“, teilte der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, heute in Nürnberg mit. „Damit können wir auf ein gutes Jahr zurückblicken.
Die Arbeitslosigkeit ist deutlich gesunken, Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hingegen kräftig gewachsen, und die Nachfrage nach Arbeitskräften war das ganze Jahr über sehr hoch.“
Der Aufschwung am Arbeitsmarkt setzte sich auch im Dezember fort. Der für die Winterzeit übliche Anstieg fiel im Dezember geringer aus als in den Vorjahren. Bei der BA waren nach Angaben der Behörde 2,78 Millionen Arbeitslose registriert.
Dies seien 67.000 mehr gewesen als im November. Die Arbeitslosenquote stieg im Monatsvergleich um 0,2 Punkte auf 6,6 Prozent. Frank-Jürgen Weise betonte allerdings, dass im Dezember 2011 die Arbeitslosenzahl bei Herausrechnung der
jahreszeitlichen Schwankungen um 22.000 gesunken sei. Noch weitaus positiver fiel der Vergleich mit dem Dezember 2010 aus. Dabei ergab sich ein Minus von 231.000.
Berufliche Weiterbildung weiter rückläufig
Ein weniger gutes Bild gibt indes die Entwicklung im Bereich der Förderung der beruflichen Weiterbildung (FbW) durch die BA ab. Die Zahl der Neueintritte in Qualifizierungsmaßnahmen sank im Dezember auf den zweitschlechtesten Wert des
Jahres 2011. Gegenüber dem Vormonat November ging die Zahl der Zugänge um knapp 27 % zurück. Besonders betroffen war dabei der Bereich des SGB II (Langzeitarbeitslose), der sogar um 36 % zurückging. Im Vergleich zu Dezember 2010
hat sich die Zahl der geförderten Personen nahezu halbiert.
Insgesamt war das Jahr 2011 von einem deutlichen Rückgang der Förderung der beruflichen Weiterbildung geprägt. Mit durchschnittlich 180.000 Personen in Qualifizierungsmaßnahmen lag der Wert um mehr als 13,5 % unter der durchschnittlichen
Bestandszahl des Jahres 2010. „Diese Entwicklung widerspricht den offiziellen Verlautbarungen der Bundesagentur, dass man die Weiterbildung stärken wolle“, kritisierte Rudolf Helfrich, stellvertretender BBB-Vorsitzender, heute in Hamburg.
„Leider haben alle Appelle, die verfügbaren Mittel sinnvoll einzusetzen und so dem Fachkräftemangel zu begegnen, nicht gefruchtet“, bedauert Helfrich.
Mittwoch, 4. Januar 2012
EGILIA informiert: Arbeitsmarkt im Dezember 2011
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