Mittwoch, 14. Dezember 2011

EGILIA informiert: Kriterien zur Auswahl freiberuflicher Projektmanager

Durch Projektmanagement-Zertifizierungen sind die gebrauchten Begrifflichkeiten standardisiert und oftmals formale Hürden genommen, um in den engsten Bewerberkreis zu gelangen. Sie bilden jedoch kein Ausschlusskriterium bei der Auswahl der Projektmanager. Dies geht aus der nachfolgenden Presseinformation der IT-Projektbörse www.gulp.de hervor.

Selbstständige IT-Projektmanager fordern überdurchschnittliche Honorare von 88 Euro pro Stunde. Sie sind etwas älter und erfahrener als der Durchschnitt – was zeigt, dass hier Spezialisten mit Expertise gefragt sind. Um erfolgreich zu sein, brauchen sie nicht nur die gängigen Projektmanagement-Techniken und Standards – mindestens ebenso wichtig sind Soft Skills wie Kommunikations- und Durchsetzungsfähigkeit oder internationale Kompetenz. Zertifizierungen wie PMP/PMI/PMBoK, GPM/IPMA oder PRINCE2 sind dagegen eher kein Ausschlusskriterium von Seite der Unternehmen, die externe Projektmanager einsetzen. Das ergab eine Marktstudie der IT-Personalagentur und Projektbörse www.gulp.de.

Die Honorare, die freiberufliche Projektmanager fordern, liegen mit 88 Euro um 15 Euro höher als der Durchschnitt aller bei GULP eingetragenen IT-Freelancer (73 Euro). Besonders auffällig: 9,5 Prozent aller IT-Selbstständigen verlangen Stundensätze jenseits der 100 Euro. Bei den Projektmanagern sind es
22,5 Prozent, also mehr als ein Fünftel.

Selbstständige IT-Projektmanager sind im Schnitt drei Jahre älter als alle IT-Freelancer und verfügen über zwei Jahre mehr Berufserfahrung. Jünger als 40 Jahre sind nur 16,3 Prozent der Projektmanager – aber etwa ein Viertel aller IT-Selbstständigen (24,9 Prozent). Um Projektleiter zu werden, ist in der Regel ein gewisser Erfahrungsschatz nötig: Etwa die Hälfte aller IT-Freiberufler (49,6 Prozent) blickt auf weniger als 20 Jahre Berufserfahrung zurück. Bei den Projektmanagern ist es nur ein gutes Drittel (34,7 Prozent).

Was ist gefragt? Zertifizierungen nur Nice-to-have

Der Anteil der Projektmanagement-Anfragen an allen über GULP an Selbstständige verschickten Projektanfragen hält sich seit längerem konstant. Im August 2011 wurden in 8,0 Prozent aller Anfragen selbstständige Projektmanager gesucht, im August 2010 waren es 8,8 Prozent.

So erläutert Andreas Wolf, bei GULP eingetragener selbstständiger Projektmanager: „Zertifizierungen sind durchaus nachgefragt, obwohl im Zweifel die einschlägige Erfahrung und der persönliche Eindruck überwiegen dürften. Die passende Zertifizierung hilft auf zwei Arten: Zum einen hilft sie formale Hürden zu nehmen, um überhaupt in die engere Auswahl zu kommen. Zum anderen standardisiert sie die verwendete Begrifflichkeit und schafft so eine gute Grundlage, um sich in derselben Sprache über das Projekt und die eigene Erfahrung auszutauschen.“

In Projektanfragen, in denen externe IT-Projektmanager gesucht werden, werden in der Regel die folgenden Qualifikationen nachgefragt:

  • Sichere Kenntnis der klassischen Projektmanagement-Skills wie Projektstrukturpläne, Ressourcenmanagement, Aufwandsabschätzungen, Budgetplanung und Kostenkalkulation, Überwachen der Terminpläne etc.
  • Projektleitungserfahrung bzw. Erfahrung im Projektmanagement
  • Projektmanager nehmen oft eine Schnittstellenposition zu den technischen Projektmitarbeitern ein; das heißt, sie müssen die Technik (IT-Methoden und -Prozesse) verstehen
  • Verhandlungssicheres Englisch sowie Erfahrung in internationalen Projekten
  • Immer gerne gesehen sind Zertifizierungen wie PMP/PMI/PMBoK, GPM/IPMA oder PRINCE2 – wobei diese meist als Nice-to-have und selten bis nie als Ausschlusskriterium angegeben sind



 

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