Freitag, 1. April 2011

EGILIA informiert: Arbeitsmarkt im März 2011


Der Arbeitsmarkt hat sich im März besser entwickelt als für die Jahreszeit üblich. Dies geht aus der nachfolgenden Pressemitteilung des BBB hervor. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) registrierte 3.210 Millionen Arbeitslose, wie die Behörde heute in Nürnberg mitteilte. Dies seien 102.000 weniger als im Februar und 350.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote fiel im Monatsvergleich um 0,3 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent. BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise sagte, maßgeblich für die gute Entwicklung sei der Konjunkturaufschwung. "Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Erwerbstätigkeit liegen weiter auf Wachstumskurs", sagte Weise. "Und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist hoch."

Allerdings sollte bei dieser positiven Entwicklung nicht vergessen werden, dass aktuell der Anteil der Langzeitarbeitslosen an der Gesamtzahl der Arbeitslosen rund 31 % beträgt, d.h. dass fast ein Drittel der Arbeitslosen bereits länger als 12 Monate arbeitslos ist.

Wenig positiv ist auch die Entwicklung im Bereich der Arbeitsmarktinstrumente: Die berufliche Weiterbildung durch die BA stagniert seit Jahresbeginn auf niedrigem Niveau. Ein 15-Monatsvergleich (s. Grafik) macht deutlich, dass die Zugänge zu Qualifizierungen in allen drei Monaten dieses Jahres so gering waren wie in keinem Monat des Vorjahres. Dies ist eine äußerst ungute Tendenz, denn die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wird nur anhalten, wenn jetzt stark in Qualifizierung investiert wird. Auch Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte müssen von diesem Trend profitieren können. Dazu müssten die Förderbemühungen vor allem im Rechtskreis SGB II deutlich erhöht werden, doch gerade hier ist die Entwicklung rückläufig. Für allzu große Euphorie besteht also trotz der Erfolgsmeldungen der BA kein Anlass.

Grafik: BBB

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen