Donnerstag, 3. Mai 2012

EGILIA informiert: Arbeitsmarkt im April 2012



Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im April erstmals seit Dezember wieder unter die Marke von drei Millionen gesunken. Dies geht aus der nachfolgenden Pressemitteilung des Bildungsverbandes hervor.Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im April 2,963 Millionen Erwerbslose registriert. Dies waren 65.000 weniger als im März und 115.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank im Monatsvergleich um 0,2 Punkte auf 7,0 Prozent.



Die für April übliche Frühjahrsbelebung fiel allerdings schwächer aus als im Durchschnitt der drei Vorjahre, wie die BA mitteilte. Gründe dafür sei u.a. der "geringere Einsatz entlastender Arbeitsmarktpolitik", erklärte BA-Chef Frank-Jürgen Weise.



Dies wird durch die Zahl der Neueintritte in Qualifizierungsmaßnahmen der BA im April gegenüber den Vormonaten bestätigt: Während im Februar und März noch jeweils über 25.000 Menschen eine geförderte Weiterbildung begonnen hatten, waren es im April nur noch weniger als 21.800. Dabei fiel der Rückgang bei der Förderung der Langzeitarbeitslosen (SGB II) noch deutlicher aus als im Bereich des SGB III (s. Grafik).



Der BBB-Vorsitzende Siegfried Schmauder betonte erneut, dass neben dem politischen Willen ein „Maßanzug“ von arbeitspolitischen Instrumenten nötig ist, um die Langzeitarbeitslosigkeit deutlich und nachhaltig reduzieren zu können. "Ob der politische Wille vorhanden ist, muss angesichts der aktuellen Zahlen infrage gestellt werden", ergänzte BBB-Geschäftsführer Horst Palik.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen