Mittwoch, 29. Februar 2012

 

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Februar leicht auf 3,11 Millionen gestiegen - 26.000 mehr als im Januar, aber 203.000 weniger als vor einem Jahr, teilte die Bundesagentur für Arbeit mit. Es sei der niedrigste Stand in einem Februar seit 21 Jahren. Dies geht aus der nachfolgenden Pressemitteilung des Bildungsverbands BBB hervor.



Die Arbeitslosenquote stieg im Monatsvergleich um 0,1 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 7,9 Prozent gelegen. „Die Arbeitslosigkeit ist allein aufgrund des frostigen Winterwetters gestiegen“, sagte BA-Vorstandschef

Frank-Jürgen Weise. „Der Arbeitsmarkt zeigt sich in der aktuellen konjunkturellen Schwächephase robust.“



Nach Abzug der saisonalen Faktoren überwiegt bei den befragten Fachleuten vorsichtiger Optimismus. Viele Indikatoren deuten auf eine weitere Expansion am Arbeitsmarkt hin. Vor allem Dienstleistungsunternehmen, aber auch viele Baufirmen

planten nach dem Ifo-Beschäftigungsbarometer weiterhin Neueinstellungen. Förderung der beruflichen Weiterbildung weiterhin schwach Zwar sind nach monatelangem Rückgang die Eintritte in berufliche Fortbildungen, die von der BA gefördert werden leicht angestiegen. Allerdings ist mit gut 24.000 Neueintritten im Februar das Niveau des vergangenen Jahres noch lange nicht erreicht (vgl. Grafik 1).



Die niedrigen Eintrittszahlen der vergangenen Monate schlagen sich inzwischen auf die Bestandszahlen nieder (vgl. Grafik 2): Hier sank der Wert im Februar erstmals seit vier Jahren unter die Grenze von 150 Tausend Teilnehmern, ein Wert, der zuletzt im Dezember 2007 unterschritten worden war!



„Wir dürfen jetzt die Anstrengungen im Bereich der beruflichen Qualifizierung Arbeitsloser nicht vermindern“, kommentierte BBB-Geschäftsführer Horst Palik heute in Berlin die Nürnberger Zahlen. „Menschen ohne Job für neue berufliche Aufgaben

zu qualifizieren, ist in diesen Zeiten sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus sozialpolitischer Sicht die richtige Strategie.“

Grafik 1:

Quelle: BBB

Grafik 2:

Quelle: BBB

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