Sieht man sich die ersten Jahre des Internets an, so gab es damals zu Microsoft Internet Explorer kaum Alternativen. Es existierten zwar schon kleine Browser, die jedoch für den Internet Explorer keine Konkurrenz dartsellten. Auch wenn für den Internet Explorer in den letzten fünf Jahren sogar verstärkt geworben wurde, holen die anderen Browser immer weiter auf. Mit Firefox, Chrome, Opera und Safari gibt es mittlerweile andere Browser, die sich in letzter Zeit erhebliche Marktanteile sichern konnten. Nachfolgend werden die drei grössten Browser, Internet Windows Explorer 9, Mozilla Firefox 4 und Google Chrome 10, und deren Vorzüge vorgestellt.
Die neue Browsergeneration hat die Last der Vergangenheit abgeworfen und präsentiert sich im aufgeräumten und großzügigem Design. Einfache Eleganz trifft auf maximalen Bedienkomfort.
Design
Der Internet Explorer 9 präsentiert sich abgespeckt und übersichtlich. Hier tritt der Browser und seine Steuerelemente in den Hintergrund und die Website rückt dementsprechd in den Mittelpunkt. Die separate Suchzeile gehört der Vergangenheit an und unterschiedliche Suchanbieter werden über die verkürzte URL-Zeile (OneBox) aufgerufen. Diese wirkt jedoch etwas gedrängt, da sich neben ihr die Tableiste befindet. Besonders komfortabel ist die Ausrichtung des Browsers auf eine Bildschirmhälfte, sobald man das Fenster an die rechte oder linke Seite des Monitors zieht.
Die Oberfläche des Firefox 4 wirkt ebenso schlicht und angenehm. Der Firefox-Button enthält die meisten Funktionen und ersetzt die herkömmliche Menüleiste. Gewöhnungsbedürftig ist die Darstellung der Tabs über der URL-Zeile. Diese Einstellung kann jedoch in das gewohnte Design abgeändert werden. Um Platz zu sparen, kann man Webseiten-Tabs auf ihre Favicons reduzieren, die dann beim Start automatisch geladen werden. Weiterhin ist die Panorama-Funktion äußerst praktisch bei vielen geöffneten Tabs. Mit ihr kann man die Webseiten unterschiedlich gruppieren und nach Themen ordnen. Die Anpassungsfähigkeit der Benutzeroberfläche des Firefox 4 stellt die anderen beiden Browser diesbezüglich in den Schatten.
Google Chrome bleibt sich in seiner Übersichtlichkeit und Einfachheit treu. Da eine Vielzahl an Usern nicht zwischen der URL-Zeile und der Suchzeile unterschieden, fasst sie Chrome 10 zu einer Eingabezeile (Omnibox) zusammen. Gut umgesetzt ist auch die bei Opera abeschaute Funktion Speed Dial. Diese präsentiert beim Öffnen eines neues Tabs eine Auswahl ihrer Lieblingsseiten. Schließlich ist auch die eingebundene Übersetzung von Webseiten, auf Basis von Google Translate, positv zu erwähnen.
Erweiterungsmöglichkeiten
Suchmaschinen wie Amazon oder eBay bringt der Internet Explorer 9 nicht mit. Diese müssen nachträglich hinzugefügt werden. Das geht zwar einfach, für die Konkurrenz sind solche Funktionen aber eine Selbstverständlichkeit.
Ein genauer Blick in das Add-on-Angebot des Internet Explorer 9 macht klar, dass sich der Browser nicht weiter aufrüsten lässt. Suchmaschinen und WebSlices dominieren das Angebot. Download-Tools, Werbeblocker oder neue Skins gibt es nicht.
Das Angebot bei Firefox besteht dagegen aus unzähligen Tools, um den Browser optisch und technisch zu verändern. Das Problem ist hier wiederum, dass zu viele Erweiterungen den Browser deutlich verlangsamen.
Bei Google Chrome funktioniert die Erweiterung am einfachsten. Auf der Extension-Webseite genügt ein Klick auf "Add to Chrome", um das jeweilige Tool zu installieren.
Sicherheit
Durch den Tracking-Schutz des Internet Explorer 9 ist es möglich unerwünschte Werbung oder ganze Webseiten auf eine „schwarze Liste“zu setzen und damit zu blockieren. Alternativ stellt Microsoft auch vorgefertigte Listen bereit. Außerdem können virenanfällige ActiveX-Elemente blockiert werden. Leider sind durch die weite Verbeitung des Internet Explorer 9 nach wie vor viele Viren für diesen Browser im Umlauf.
Firefox 4 stellt einen „Do-not-Track-Header“ bereit, der an die angefragte Homepage die Bitte sendet keine Tracking-Cookies anzulegen. In der Theorie klingt das gut, in der Praxis wird es allerdings problematisch: Denn die Umsetzung dieses Wunsches bleibt allein dem Webseiten-Betreiber überlassen, da es sich um eine freiwillige Maßnahme handelt.
Im Browser von Google ist ein Phishing- und Malware-Schutz standardmäßig aktiviert. Weiterhin isoliert die neu entwickelte „Sandbox“ virenanfällige Inhalte. Dadurch können gefährliche Web-Applikationen nicht in sensiblen Bereichen lesen oder gar schreiben. Ein Tracking-Schutz ist hier allerdings nicht standartmäßig enthalten. Dieser muss noch zusätzlich installiert werden.
Fazit
Die neue Browsergeneration überzeugt mit moderner Optik, einfacher Bedienung, neuen Sicherheits-Features und deutlich höherer Geschwindigkeit. Die Unterschiede zwischen den Browsern sind nicht riesig, aber spürbar.
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